Zyklon Birma / Myanmar: MyanmarMyanmar: Die Brücken waren unsere Lebensretter

22-05-2008

Fast 900 Menschen konnten sich vor der Flutwelle des Wirbelsturmes Nargis durch die Flucht auf 53 Brücken retten, die von ADRA Deutschland nach dem Tsunami im Irrawaddy - Delta seit 2005 gebaut worden waren.

Das geht aus einem Bericht des ADRA-Einsatzteams hervor, das die Brücken in den vergangenen Tagen inspiziert hat. Allein auf der Lay Yin Kwin Brücke (Länge ca. 45 Meter) hatten sich stundenlang 145 Menschen zusammengedrängt, während die Sturmflut toste. Auf der Pyin Htaung Twin Brücke – sie ist etwa 30 Meter lang – fanden 101 Schutzsuchende Halt und Zuflucht. Die Ma Gu Stream Brücke – ebenfalls etwa 30 Meter lang – ermöglichte 86 Einwohnern das Überleben. Lediglich ein Geländer wurde durch den Sturm beschädigt. Doe Thingan Byi Bridge, sie ist eine von zwei der kleinsten Fünf-Meter-Brücken, bot 30 Menschen sicheren Halt.

Insgesamt wurde aus den verschiedenen Ortschaften berichtet, dass insgesamt 885 Menschen durch die ADRA-Brücken überleben konnten. Das ADRA-Team konnte die Funktionstüchtigkeit der Brücken bestätigen

Die Organisation hatte die Wegeverbindungen zwischen den Ortschaften nach dem Tsunami von 2004 gebaut. Die Brücken ersparen den Einwohnern stundenlange Umwege in dem stark zergliederten Mündungsgebiet des Irrawaddy. ADRA Geschäftsführer Erich Lischek meinte: „Wir freuen uns mit den Überlebenden, dass unsere Brücken für fast 900 Menschen zu Lebensrettern wurden.“

Heinz-Hartmut Wilfert

Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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