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Hunger Ostafrika

Medizinische und Nahrungsmittelhilfe in Kenia

Medizinische und Nahrungsmittelhilfe in Kenia

Nach der schweren Hungersnot im vergangenen Sommer haben sich vor allem die Viehbestände der meist nomadischen Stämme in der Turkana Provinz noch nicht erholt, weshalb hier große Teile der Bevölkerung weiter auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen sind. „Besonders die Zeit zwischen Januar und April ist die trockenste, heißeste und staubigste Zeit des Jahres“, erklärt Magdalena Kilwing, Länderbüroleiterin der Johanniter in Kenia. Aus diesem Grund haben die Johanniter ihre Nahrungsmittelverteilungen in der Region um weitere zwei Monate verlängert. Dabei werden über 2000 Haushalte weiterhin mit Nahrungsmittelpaketen versorgt und medizinisch betreut.

„Langfristig ist geplant, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern, so dass sie mit zukünftigen Dürrekatastrophen besser umgehen können. Dabei ist der Bau von Bohrlöchern und Wasserrückhaltebecken geplant sowie die Unterstützung beim Anbau von Sorghum“, so Kilwing weiter.

Neben den Nahrungsmittelverteilungen haben die Johanniter, gemeinsam mit dem lokalen Partner „African Inland Church Health Ministries“, landesweit zwei neue Projekte zur Behandlung von Augenkrankheiten und der Prävention von HIV-Infizierungen bei neugeborenen Kindern gestartet.

Prävention von HIV-Infektionen

Schätzungsweise 40 000 bis 50 000 Neugeborene pro Jahr kommen in Kenia mit einer HIV-Infektion zur Welt. „Das größte Risiko einer Übertragung der Infektion von der Mutter auf das Kind besteht während der Geburt“, erläutert die Länderbüroleiterin. In landesweit 12 Gesundheitszentren schulen die Johanniter deshalb gemeinsam mit dem lokalen Partner „African Inland Church Health Ministries“ das medizinische Personal in Maßnahmen zur Vorbeugung einer HIV-Übertragung von Müttern auf ihre Kinder. Zudem werden die schwangeren Frauen in den Mutter-Kind-Kliniken auf HIV getestet und im Falle eines positiven Ergebnisses behandelt und mit monatlichen Nahrungszusätzen versorgt. Zudem wird darauf geachtet, dass sie ihre ungeborenen Kinder nicht infizieren und Aufklärungsveranstaltungen zu HIV und AIDS in den Gemeinden durchgeführt.

Prävention und Behandlung von Augenkrankheiten


Im Norden und Westen des Landes führen die Johanniter darüber hinaus ein Projekt zur Behandlung von Augenkrankheiten und der Prävention von Blindheit durch. Dabei werden in den landesweit ärmsten Distrikten Turkana, Baringo, Pokot und Marsabit professionelle Augenuntersuchungen und –operationen angeboten sowie Aufklärungskurse zu Augenhygiene und allgemeinen Gesundheitsfragen durchgeführt. In diesen schwer zugänglichen Regionen leben hauptsächlich nomadische Viehhirten, die aufgrund der langen Dürreperioden, den ärmlichen Lebensumständen und dem nicht vorhandenen Zugang zu medizinischer Versorgung häufig an Blindheit oder anderen Augenkrankheiten leiden.

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