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Videos 5 Jahre nach dem Tsunami:
Video: Hausbau & Fischerboote
Video: Mikrokredite und Hausbau
Video: Sauberes Trinkwasser & Kompostierung
Video: Sauberes Trinkwasser für Schulen
Video: Hausbau & Hoffnung
Video: Ausbildung von Schmieden
Video: Mikrokredite & Schulen
Video: Glasfaserboote & Gemeindezentrum
Video: Wasserentsalzungsanlage
Video: Mikrokredite für neue Chancen
Video: Gesundheitsprojekte in 50 Dörfern
Video: Mikrokredit für eine neue Existenz
Weitere Videos:
Tsunami Südasien
Tsunami - fünf Jahre danach - Zwischen Welle und Konflikt
Die Johanniter unterstützen Frauen mit Mikrokrediten. und Fortbildungen.
Die Provinz Aceh im Norden der indonesischen Insel Sumatra war mehrere Jahrzehnte Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen der indonesischen Armee und Anhängern der GAM (Gerakan Aceh Merdeka), der „Bewegung freies Aceh“. Mitten in diesen Konflikt, der zahllose Menschenleben forderte und die Menschen der Region in Armut zurückließ, brach am 26. Dezember 2004 der Tsunami hinein.
Die Johanniter leisteten Nothilfe und entschieden sich im Anschluss für ein längerfristiges Engagement in Aceh. So setzten sie neben der Schulung der Bevölkerung in Erster Hilfe, unter anderem auf die Unterstützung eines Projektes der Organisation SP Aceh, das sich der Stärkung von Frauen durch Kleinstgewerbe in den Distrikten Aceh Besar und Bener Meriah annimmt. Ein Zugang zu medizinischer Versorgung ist in diesen Gebieten nicht immer gegeben. Zwar gibt es in einigen Dörfern Geburtskliniken, diese sind aber nur dann geöffnet, wenn ein Arzt oder eine Hebamme anwesend ist. Das ist höchstens einmal pro Woche der Fall. Dieser Umstand veranlasste SP Aceh dazu, Kurse über traditionelle Gesundheitsversorgung anzubieten. Neben Behandlungsmethoden wie Akupressur wird dabei der Anbau von Heilkräutern gelehrt.
„Die Frauen lernen, wie man mit Apfelsinen-Blättern, Ingwer oder Koriander Mittel gegen Diabetes, Leberschäden, Magen- oder Hautkrankheiten herstellt“, sagt Elena Lutzke, Mitarbeiterin des Johanniter Regionalbüros in Medan. „Mit der Vergabe von Mikrokrediten und der Vermittlung des nötigen Fachwissens zum Anbau der Kräutergärten und der Herstellung alternativer Heilmittel unterstützen wir die Frauen dabei, ein Kleingewerbe aufzubauen und so wieder auf die Füße zu kommen.“ Seit Beginn des Programms konnten insgesamt 678 Frauen aus siebzehn Dörfern unterstützt werden – immer mit dem Ziel, dass sie ihr Wissen im Bekannten- und Verwandtenkreis und an die Dorfbewohner weitergeben.
Unterstützung bis ins Jahr 2011
Zusätzlich zur Vergabe der Mikrokredite und Schulungen in alternativen Heilmethoden finden Kurse in Verwaltung und Gemeindeorganisation statt. In diesen Kursen sprechen die Frauen über das Erlebte, über den Konflikt zwischen der Autonomiebewegung und den Regierungstruppen, über die Zeit vor, während und nach dem Tsunami – und über ihre Zukunftspläne.
Eine der rund 30 Frauen, die sich regelmäßig in den von den Johannitern und der Partnerorganisation SP Aceh veranstalteten Sitzungen einfinden, ist die 49-jährige Hilmiah. Wo es geht, vermeidet sie es Bilder vom Tsunami zu sehen. Ihre älteste Tochter und ihr Ehemann kamen durch die Welle ums Leben. Ihre jüngste Tochter, Nurul Husna, hat zwar überlebt, leidet aber durch eine damals erlittene Verletzung bis heute an Kopfschmerzen. Hilmiah hat sich mit Hilfe des Projektes auf das Nähen spezialisiert und bietet mittlerweile ihre Dienste in der Nachbarschaft an. Die Einnahmen seien zwar nicht hoch, doch könne sie mit ihrem Kleingewerbe nach dem Tod ihres Mannes Nurul Husna und die beiden anderen verbliebenen Kinder ernähren.
Bis zum Jahr 2011 können die Johanniter nachhaltige Projekte in Aceh unterstützen und den Opfern des Konflikts und der Welle eine dauerhafte Lebensgrundlage schaffen.
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bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe:
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