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Katastrophen Südostasien

Philippinen: Nahrungsmittel aus der Luft

Philippinen: Frau mit BabySeit drei Wochen suchen Naturkatastrophen die philippinischen Inseln heim. Ende September fegte der Tropensturm „Ketsana“ über die Millionenmetropole Manila und Umgebung hinweg. Tausende Menschen wurden obdachlos und suchten Zuflucht in Evakuierungszentren wie Schulen, Kirchen und öffentlichen Gebäuden. Die starken Regenfälle setzten ganze Stadtteile unter Wasser. Viele sahen ihr Hab und Gut davonschwimmen. Die Präsidentin Gloria Macapgal-Arroya rief den Notstand für ihr Land aus.

Eine Woche später bäumte sich erneut ein Tropensturm vor der Küste auf und verwüstete ganze Landstriche in dem nördlichen Bereich auf den Philippinen. Der Sturm „Parma“ richtete verheerende Zerstörungen an. Sintflutartige Regenfälle verwandelten Flüsse in reißende Ströme.

Hunderte verloren bei den gewaltigen Unwettern ihr Leben. Durch die anhaltenden Regenfälle lösten Erdrutsche verheerende Schäden aus. Die Opfer des Sturms wurden nun auch Opfer der Schlammmassen. Erneut kamen über hundert Menschen ums Leben.

Insgesamt mussten für knapp 300.000 Menschen Notunterkünfte bereit gestellt werden. Viele Menschen sind jedoch von der Außenwelt abgeschnitten. Sie sind weiterhin dringend auf Hilfsgüter aus der Luft angewiesen. Die Regierung wirft aus Hubschraubern Nahrungsmittelpakete ab. Dies ist die einzige Möglichkeit, um die von Schlammbergen eingeschlossenen Personen zu versorgen. Denn wegen der Erdrutschgefahr kommen die Helfer auf dem Landweg nur schwer voran.

Philippinen: Boote in der Flut World Vision verteilt an die Betroffenen Nahrungsmittel und weitere dringend benötigte Hilfsgüter wie Hygieneartikel, Matten und Decken. Die Mitarbeiter berichten, dass es noch lange dauern wird, bis die Menschen wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren können. Kinderbetreuungszentren von World Vision ermöglichen Kindern, das Erlebte zu verarbeiten. Denn besonders sie benötigen viel Zuwendung und offene Ohren, um das Erlebte zu verarbeiten. Oft wurden sie in Minutenschnelle aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Die Kinder werden betreut und erhalten psychologische Hilfe. Die Betreuung ist eine Erleichterung für die Eltern– sie können sich in der Zeit um andere wichtige Anliegen kümmern.

Auch Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen sind bei solchen Katastrophen besonders betroffen. Handicap International hilft ihnen und ihren Familien. In mehreren Zentren erhalten sie ihren Bedürfnissen angepasste Hilfe und wichtige Informationen. Die Mitarbeiter von CARE arbeiten mit lokalen Partnern unter Hochdruck zusammen, um die Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Nur so können Ausbrüche von Krankheiten vermieden werden.

Auch außerhalb der Notunterkünfte ist der Bedarf an Hilfe groß. Die Menschen können nicht ohne weiteres in ihre Behausungen zurückkehren. Viele Häuser müssen neu errichtet werden, andere stehen noch komplett unter Wasser. Die Menschen haben alles verloren. Es wird noch lange dauern, bis wieder Normalität einkehrt.

Unterstützen Sie uns, damit wir den Betroffenen gezielt helfen können. Die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft decken mit ihrem Erfahrungsspektrum unterschiedliche Schwerpunkte der humanitären Hilfe ab.

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