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Katastrophen Südostasien
Erdbeben Indonesien: Hilfslieferung für tausende Familien in Padang angekommen
Ein Lkw-Konvoi der Hilfs- organisation World Vision ist heute in der Hafenstadt Padang eingetroffen. Die sieben Trucks bringen Plastikplanen gegen den Regen sowie Decken, Matten, Hygieneartikel, Kochutensilien und Windeln, Babyöl und Babypuder. Insgesamt können damit mehr als 7000 Familien in der Erdbebenregion versorgt werden. Auch 2000 zusammenfaltbare Wassercontainer werden unter den Überlebenden verteilt. Insgesamt will World Vision in den kommenden Wochen etwa 10.000 Familien in drei Bezirken Padangs unterstützen.
Die Rettungsarbeiten in der Erdbebenregion gehen weiter. Viele Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Schlimmer als erwartet ist die Lage offenbar in den ländlichen Gebieten. World Vision-Einsatzleiterin Amelia Merrick schätzt, dass in den Bezirken um Padang etwa 80 Prozent der Dörfer zerstört sind: „In einem der großen Krankenhäuser gibt es nicht genug Wasser, um die Patienten zu versorgen und um die chirurgischen Gerät zu waschen. Die Menschen dort brauchen dringend unsere Hilfe.“
Nach offiziellen Angaben sind bei der Katastrophe mindestens 500 Menschen getötet worden. Die Regierung geht aber davon aus, dass noch tausende unter den Trümmern liegen. Rund 560.000 sollen betroffen sein, sei es, dass sie Angehörige verloren haben, ihre Häuser zurücklassen mussten und plötzlich obdachlos sind oder dass das Erdbeben ihre Einkommensquellen zunichte gemacht hat und sie mittellos dastehen.
Als Kinderhilfsorganisation setzt sich World Vision besonders für die Kinder im Katastrophengebiet ein. In den nächsten Tagen werden mehrere Kinderbetreuungszentren eingerichtet, in denen Mädchen und Jungen spielen und zur Ruhe kommen können. Vier solcher „Child Friendly Spaces“ befinden sich im Bungus Timur Village, im Kota Padang Distrikt. Dort betreuen World Vision-Mitarbeiter und freiwillige Einheimische bis zu 750 Kinder, deren Schulgebäude beim Erdbeben zerstört worden sind.
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