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Katastrophen Südostasien

ASB entsendet medizinisches Helferteam nach Indonesien

Erdbeben Indonesien: Basisambulanz des ASBKöln, 5. Oktober 2009 – Ein siebenköpfiges Team des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) fliegt am Dienstag, den 6. Oktober 2009, in die Erdbebenregion in Indonesien, um dort eine basismedizinische Ambulanz aufzubauen. Ein „Emergency Health Kit“ mit Medikamenten und medizinischem Versorgungsmaterial ist bereits am 3. Oktober 2009 auf West-Sumatra eingetroffen. Das Team wird in den am stärksten betroffenen Regionen Padang und Pariaman rasche Hilfe für akut Verletzte leisten. Dies erfolgt in enger Absprache mit den lokalen Behörden und indonesischen Einsatzkräften.

Das ASB-Team setzt sich zusammen aus einem Arzt, vier Pflegekräften, einem Logistiker und einem Einsatzleiter. „Wir haben uns für einen zweiwöchigen Hilfseinsatz vorbereitet. Unser Team ist völlig autark, denn wir sind mit Zelten, Feldbetten, Nahrungsmitteln und eigener Stromversorgung ausgerüstet“, so Einsatzleiter Carsten Stork vom ASB-Bundesverband.

Das medizinische Team ist Teil der ASB-Schnelleinsatzgruppe für Katastropheneinsätze im Ausland (First Assistance Samaritan Team/FAST). Die Mitglieder des FAST sind speziell für die Katastrophenhilfe im Ausland geschult. Neben der medizinischen Einsatzgruppe verfügt das FAST über eine Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA), mit der bis zu 2.400 Menschen am Tag mit sauberem Wasser versorgt werden können. Derzeit prüft der ASB in Rücksprache mit den indonesischen Behörden, ob die TWA auf West-Sumatra eingesetzt werden kann.

„Die Lage für die betroffenen Familien auf West-Sumatra wird immer prekärer. Die Regenzeit hat begonnen und die Menschen müssen sich provisorisch mit Plastikplanen vor den starken Niederschlägen schützen. Der Regen erschwert zudem zusätzlich den Zugang in die entlegenen Dörfer in Padang“, berichtet Carsten Stork.

Mehr als 600 Menschen sind nach jüngsten offiziellen Zahlen der Vereinten Nationen bei den schweren Erdbeben vom 30. September 2009 und 1. Oktober 2009 umgekommen, über 3.100 Menschen wurden verletzt und fast 180.000 Häuser beschädigt. Man rechnet jedoch damit, dass die Zahlen noch ansteigen werden.

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