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Erdbeben Haiti

medeor zieht erste Bilanz der Hilfe

Haiti: Junge mit Hilfspaketen Genau vier Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat medeor eine erste Bilanz der Hilfe gezogen. 27 Tonnen lebenswichtige Medikamente mit einem Warenwert von rund 500.000 Euro versendete medeor bisher an seine Partner und Gesundheitsstationen in Haiti, legt man den Apothekenpreis zugrunde, waren es Arzneimittel im Wert von rund fünf Millionen Euro.

Einen Teil der Hilfslieferungen begleitete Alexandra Geiser, Leiterin der Humanitären Hilfe bei medeor. Sie war eine Woche in Haiti und brachte die dringend benötigten Verbandstoffe, Schmerzmittel, Antibiotika, Einmalspritzen und Infusionen in ein Krankenhaus und kümmerte sich um die Versorgung von überlebenden Waisenkindern mit Wasser und Medikamenten. „Viele Menschen sind medizinisch noch gar nicht versorgt und wissen nicht, wo die nächste Gesundheitseinrichtung ist und wo sie Wasser und Nahrungsmittel bekommen können“, sagt Geiser. „In Port-au-Prince gibt es 600 Lager. Die Menschen leben dort unter notdürftigen Plastikplanen, viele haben noch nicht mal eine Matte, auf der sie schlafen können“, so Geiser. „Die Menschen in Haiti werden noch lange auf unsere Hilfe angewiesen sein.“

Alexandra Geiser plant jetzt zusammen mit der Haiti Kinder Hilfe und der Stiftung RTL den Wiederaufbau eines Waisenheims in Trichet. Darüber hinaus wird medeor zusammen mit einem Partner lokale Werkstätten für Prothesen aufbauen und ein Medikamentenlager einrichten, um auch nach der Katastrophe eine kontinuierliche medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Zusätzlich zu seinen eigenen Aufgaben organisiert medeor den Transport und die Verteilung der Arzneimittelspenden der pharmazeutischen Industrie. „Das ist für medeor eine große logistische Herausforderung“, sagt Dirk Angemeer, Bereichsleiter für Humanitäre Hilfe bei medeor. Wir prüfen die angebotenen Arzneimittelspenden erst einmal auf ihre Haltbarkeit und Bedarfsgerechtigkeit“, beschreibt Angemeer die Aufgabe. medeor hat bereits Sachspenden mit einem Wert von 200.000 Euro an Gesundheitsstationen in Haiti gesendet. Initiiert wurde die Aktion der Pharmaindustrie von Gesundheitsminister Phillip Rösler. medeor hat dafür die nationale Koordinierung übernommen.

Auch die nordrhein-westfälische Landesregierung hat unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers einen Aufruf unter dem Motto „NRW hilft Haiti“ gestartet und sammelt Spenden. medeor ist eine von zehn Hilfsorganisationen, die unterstützt werden.

Hilfe in diesem Umfang können wir nicht zuletzt Dank der großen Spendenbereitschaft der Bürger und der vielen Spendenaktionen von Schulen, Kirchen und Vereinen durchführen“, sagt Bernd Pastors, Vorstand der action medeor. „Doch eins ist sicher: für unsere langfristige Arbeit in Haiti sind wir in den nächsten Jahren weiterhin auf Spenden angewiesen.“

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