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Erdbeben Haiti

Malteser: Bessere Wasserqualität in Haiti

Santo Domingo. Haiti war vor dem Erdbeben am 12. Januar 2010 das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Im Interview sagt der Diplomat, wie es um den Wiederaufbau des Landes steht und was die Haitianer selbst dazu beitragen.

In Haiti, wo hunderttausende von der Cholera bedroht sind, lässt sich zum Weltwassertag eine erfreuliche Entwicklung feststellen: „Im Großen und Ganzen ist die Wasserqualität gestiegen“, berichtet Jelena Kaifenheim, Projektleiterin von Malteser International für Haiti. Das haben die Auswertungen von Wasserproben durch die haitianische Wasserbehörde ergeben, die seit Beginn des Jahres wöchentlich durchgeführt werden.

Sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen sind die wichtigsten Voraussetzungen, um die Cholera nachhaltig zu bekämpfen. Unterstützung dafür findet die haitianische Bevölkerung in Hilfsorganisationen wie Malteser International. Die Malteser haben bisher mehr als 3,24 Millionen Desinfektionskapseln zur Wasseraufbereitung, 688.800 desinfizierende Seifen und 33.650 Trinkwasserbehälter bereitgestellt. In Zusammenarbeit mit dem THW wurden außerdem Drainagen, Wasserstellen und Sanitäranlagen ausgebessert und desinfiziert. Mit diesen Maßnahmen konnten die Malteser mehr als 100.000 Menschen an vier Standorten helfen und fast 65 Mio. Liter Trinkwasser zur Verfügung stellen

Nach dem Erdbeben im Januar 2010 brach die ohnehin mangelhafte Wasserversorgung des Inselstaates vollends zusammen. Im Oktober begann sich die Cholera auszubreiten. Die Malteser klären die Menschen vor Ort durch Hygiene-Kampagnen darüber auf, wie die Infektionskrankheit übertragen wird und sie der Cholera vorbeugen können. Offiziellen Statistiken zufolge sind landesweit 248.442 Menschen von der Infektionskrankheit betroffen, 4.627. sind bereits daran gestorben. „Wir befürchten einen erneuten Anstieg mit Beginn der Regenzeit im April bzw. Mai, denn noch immer schlafen Hunderttausende in teils durchlässigen Zelten und müssen ohne sanitäre Anlagen leben“, so Kaifenheim. Das betrifft vor allem die Vertriebenen-Camps in der sogenannten „roten Cholera-Zone“. Das sind Gebiete, die aufgrund ihrer besonders schlechten hygienischen Situation als hochgefährdet eingestuft werden. Dazu zählt das Elendsviertel Cité Soleil, ein Stadtteil von Port-au-Prince.

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