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Wünsche von Betroffenen und Helfern
Wir wünschen uns, dass Weihnachten auch dieses Jahr wieder ein Fest der Nächstenliebe, ein Fest der Hilfe ist. Was wünschen Sie sich?
Yoseph Jean Jonas
Alter 33 Jahre, Mathematik- und Physiklehrer. Seit Januar 2010 lebt er mit seinen 4 Kindern in einem der Notunterkünfte in Croix des Bouqutes.
Vor dem Erdbeben hat er mit seinen Kindern in einem Appartement in Santo gewohnt. Er ernährt seine Kinder derzeit durch einen kleinen Laden, den er betreibt.
Sein größter Wunsch ist es Arbeit zu finden!
Marie Falonie Revaliste
Sie ist 47 Jahre alt und lebt seit dem Erdbeben in dem Notlager in Croix des Bouquets mit ihren 3 Kindern.
Vor dem Erdbeben hatte sie ein kleines Geschäft, in dem sie Kleidung verkauft hat Gelebt hat sie mit ihren Kindern in einem Apartment in Commerce.
Sie wünscht sich, dass sie wieder Geld verdienen kann, um ihren Kindern genug Essen zu kaufen, und um ihre Kinder zur Schule schicken zu können.
Nirmala und Blaze
Nirmala und Blaze leben in Thykkal, einem Fischerdorf direkt an der Küste in Kerala/Indien. Die beiden spielen jeden Tag miteinander, denn die Geschwister sind auch beste Freunde. Ihr großer Wunsch ist sauberes Wasser. „Das Wasser in dem Brunnen stinkt!“.
Lalith Ganewha, Redakteur bei RBB
Ich heiße Lalith Ganhewa, bin Redakteur bei RBB-Radiomultikulti. Geboren wurde ich in Sri Lanka, lebe aber schon seit meinem Studium in Deutschland.
Als Kind erkrankte ich an Polio, bin seitdem körperlich stark behindert und häufig auf einen Rollstuhl angewiesen. Das hält mich aber nicht davon ab, als Journalist zur Berichterstattung über die politische und humanitäre Situation regelmäßig in meine alte Heimat zu reisen.
In den vergangenen Jahren habe ich auch schon über einige Projekte von Aktion Deutschland Hilft berichtet. Ich bin dafür auch in zum Teil schwer erreichbare und von ethnischen Konflikten überschattete Gebiete gereist, sowohl mit ADH als auch mit Regierungstruppen. Ich arbeite ehrenamtlich in dem Verein Lanka Help e.V. Deutschland.
Zusammen mit dem TV-Journalistenkollegen Christian Eckert aus Hamburg sammle ich Hilfsmittel wie z.B. Rollstühle und Unterarmstützen in Deutschland und bringe sie für Behinderte und hilfsbedürftige Menschen nach Sri Lanka. Außerdem suche ich nach neuen Projektpartnern.
Mein größter Wunsch: dass in Sri Lanka endlich Frieden einkehrt! Dass behinderte Menschen in Sri Lanka, in der sri lankanischen Gesellschaft mehr Beachtung, Achtung und Anerkennung bekommen, dass sie durch Bildung und Berufsmöglichkeiten besser integriert werden. Ich wünsche mir, dass nach Katastrophen schwer behinderte Menschen schneller Hilfe bekommen, denn sie können sich noch schwerer allein helfen, brauchen einfach in allen Bereichen noch viel mehr Unterstützung.
Sven Seifert, Relief Programme Director arche noVa e.V.
Ich werde oft gefragt, was mein schlimmstes Erlebnis in den 15 Einsatzjahren in Konfliktgebieten oder bei Naturkatastrophen war.
Wenn man helfen und den betroffenen Menschen vor Ort eine Hoffnung, aber auch – durch bloße Anwesenheit – Schutz geben kann, verträgt man viele Bilder.
Schlimm ist es für mich dann, wenn uns und anderen Hilfsorganisationen durch Bürokratie, Korruption, Gewalt und eine nicht tätig werdende internationale Gemeinschaft die Hände gebunden sind. Wenn wir ansehen müssen, wie Menschen abgeschlachtet, vergewaltigt oder von jeglicher Hilfe abgeschnitten werden – wie damals in Bosnien oder jetzt wieder in Darfur/Sudan oder im Kongo.
Wut im Bauch bekomme ich auch, wenn ich im Geschäft eine Flasche Wein oder Champagner sehe, die 500 € und mehr kostet, und ich mir vorstelle, wie viele Brunnen wir mit diesem Geld bauen könnten.
Bernice Lemedeket, Krankenschwester, arbeitet in den Slums von Nairobi, Kenia
Bereits seit 2001 betreuen wir die an HIV/AIDS und Tuberkulose erkrankten Menschen in acht Slumgebieten von Nairobi.
Ich wünsche mir, dass ich den Patienten, die ich jede Woche in den Elendsvierteln besuche, immer die Medikamente bringen kann, die sie für ihre Heilung benötigen, und dass sie es schaffen, wieder aus den Slums zu kommen.
Perly H.Too arbeitet als Hebamme in einem Flüchtlingslager in Thailand
Ich bin als Flüchtling hierher gekommen. Malteser International hat mir eine Ausbildung zur Hebamme ermöglicht.
Ich wünsche mir, dass die Kinder, die hier im Flüchtlingslager geboren werden, eines Tages in Frieden in ihrer Heimat leben können.
Sandra Fröbe, Kulturwissenschaftlerin, arbeitet als Gemeindeberaterin in Indonesien
Ich bin unter anderem für ein Kleinkreditprogramm in zwei Dörfern verantwortlich, die wir nach dem Tsunami vollständig neu wieder aufgebaut haben.
Ich wünsche mir, dass die Familien, die mit einer guten Geschäftsidee zu uns kommen, es schaffen, sich mit Hilfe unserer Kleinkredite und unserer Begleitung eine neue Existenzgrundlage zu schaffen.
Ursula Mesmer, Krankenschwester, arbeitet als Projektkoordinatorin in der DR Kongo
Viele Menschen hier in diesem Land haben Schreckliches erlebt, vor allem die Frauen und Kinder.
Ich wünsche mir, dass wir ihnen in den Gesundheitszentren, mit unseren Betreuungsangeboten und mit unseren Gesprächen helfen können, mit den traumatischen Erlebnissen zu leben und gemeinsam mit ihrer Familie einen neuen Anfang zu wagen.
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