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Schirmherr und Kuratorium

Schirmherr/Kuratorium: Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a.D., Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesaußenminister a.D.

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Satzung

§ 1 Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen Aktion Deutschland Hilft e.V. mit der Unterzeile „Bündnis deutscher Hilfsorganisationen“.

Er ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer 20 VR 7945 eingetragen.

Sitz des Vereins ist Bonn.

§ 2 Ziel und Zweck

2.1

Der Verein fördert die Arbeit deutscher humanitärer Hilfsorganisationen. Diese sind in einer separaten Liste verzeichnet, die laufend aktualisiert wird.

2.2
Er ist gemeinnützig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

2.3
Zweck des Vereins ist
- die Information der Öffentlichkeit und einzelner Personen über die allgemeine Lebenssituation und die Lebensumstände von Verletzten, Kranken, Behinderten , Sterbenden und in sonstiger Weise von Not und Katastrophenfällen betroffenen Personen sowie über die vom Verein und dessen Mitgliedsorganisationen zur Bewältigung oder Verbesserung dieser Situation und Lebensumstände vorgesehenen und geleisteten Hilfsmaßnahmen sowie
- die Beschaffung von Mitteln für Hilfsaktionen anderer gemeinnütziger Körperschaften, um Menschen, die von Katastrophen oder humanitären Notsituationen betroffen sind, beizustehen.

2.4
Der Verein handelt im Geiste von Solidarität, Toleranz und Partnerschaft.

2.5
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Erfüllung folgender Aufgaben:

- Spendenaufrufe an die Bevölkerung, um über bundesweite oder überregionale Medien – Mittel einzuwerben. Dabei steuert der Verein dringende oder geplante Medienkampagnen überregional und national.
- Sammlung, Verwaltung und Verteilung der zentral eingehenden Spenden für Sofort-/Wiederaufbau-/und Wiedereingliederungshilfe für die von der Katastrophe betroffene Bevölkerung sowie für Maßnahmen der Katastrophenvorsorge.

2.6
Er koordiniert und plant diese Maßnahmen im Vorfeld der Durchführung.

2.7
Er informiert die Öffentlichkeit regelmäßig über seine Ziele und deren Konkretisierung.

2.8
Die eingehenden Spendengelder sind zur Abwicklung der jeweiligen Hilfsaktionen bestimmt.

2.9
In der Umsetzung von Zielen und Zweck bedient er sich vorrangig seiner ordentlichen Mitglieder. Die Eigenständigkeit der Mitgliedsorganisationen des Vereins wird – unabhängig von den Aktivitäten in diesem Verein – nicht tangiert.

2.10
Alle begünstigten Hilfsorganisationen haben die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel gegenüber ADH nachzuweisen.

§ 3 Mitglieder

3.1

Ordentliche Mitglieder des Vereins können nur steuerbegünstigte Körperschaften werden, die unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen und die die Kriterien zur Aufnahme erfüllen.

3.2
Hilfsorganisationen können als Gastmitglieder in den Verein aufgenommen werden. Näheres regeln die Allgemeinen Richtlinien. Die Gastmitglieder haben weder aktives noch passives Wahlrecht. Über die Zusammenarbeit zwischen dem Gastmitglied und dem Verein wird jeweils eine schriftliche Vereinbarung abgeschlossen.

3.3
Über die Aufnahme neuer ordentlicher Mitglieder und Gastmitglieder entscheidet die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden ordentlichen Mitglieder auf Vorschlag des Vorstands.

3.4
Der Austritt ist durch schriftliche Mitteilung gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende zu erklären.

3.5
Die Mitgliedschaft endet bei Verlust der Gemeinnützigkeit des Mitglieds. Des Weiteren beschließt die Mitgliederversammlung den Ausschluss bei Vorliegen eines triftigen Grundes.

3.6
Vereinigungen, Gesellschaften, Organisationen und Institutionen, die den Vereinszweck unterstützen wollen, können sich als assoziiertes Mitglied registrieren lassen. Die assoziierten Mitglieder haben weder aktives noch passives Wahlrecht. Über die Zusammenarbeit zwischen dem assoziierten Mitglied und dem Verein wird jeweils eine schriftliche Vereinbarung abgeschlossen. Über diese Vereinbarung und die Registrierung entscheidet der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstandes. Die assoziierte Mitgliedschaft besteht für die Dauer der schriftlichen Vereinbarung.

§ 4 Finanzierung

4.1

Die Geldmittel des Vereins stammen vorrangig aus (bundesweiten) Aufrufen und den Zinsen des Kapitals.

4.2
Der Verein kann Zuschüsse, Spenden, Erbschaften oder Vermächtnisse erhalten, die er im Sinne
des § 2 der Satzung verwendet.

4.3
Die Mitglieder sind zur Zahlung von Mitgliedsbeiträgen verpflichtet. Über die Höhe des Mitgliedsbeitrags entscheidet die Mitgliederversammlung.

4.4
Neue Mitglieder sind zur Zahlung einer Aufnahmegebühr verpflichtet. Über die Höhe der Aufnahmegebühr entscheidet der Vorstand .

§ 5 Vereinsorgane

5.1

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand.

5.2
Die Organmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Sie haben lediglich Anspruch auf Ersatz
ihrer bei der Verfolgung ihrer Tätigkeit für den Verein anfallenden angemessenen
Aufwendungen.

§ 6 Mitgliederversammlung

6.1

Die Mitgliederversammlung ist das höchste Beschluss- und Aufsichtsorgan.

6.2
Jedes ordentliche Mitglied entsendet einen stimmberechtigten Vertreter in die Mitgliederversammlung. Die Mitglieder des Aufsichtsrates, des Vorstandes und die Gastmitglieder haben Rede-, aber kein Stimmrecht. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben Stimmrecht, wenn sie als Vertreter ihrer Organisation an der Mitgliederversammlung teilnehmen.

6.3
Zur ordentlichen Mitgliederversammlung ist von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates in Ab
stimmung mit dem Vorsitzenden des Vorstandes mindestens einmal jährlich mit einer Frist
von drei Wochen unter Mitteilung des Vorschlags der Tagesordnung schriftlich einzuladen.

6.4
Die Mitgliederversammlung ist bei Anwesenheit von 2/3 der Stimmberechtigten
beschlussfähig. Die Beschlüsse werden – mit Ausnahme der in Ziffer 3.3 und 6.8 genannten
Fälle – mit der Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen gefasst.

6.5
Auf Antrag von mindestens einem Drittel der ordentlichen Mitglieder ist eine
außerordentliche Mitgliederversammlung unter den in Ziffer 6.3 genannten
Bedingungen einzuberufen.

6.6
Die Mitgliederversammlung entscheidet über die Grundsätze der Vereinsarbeit.
Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere:

a) die Entscheidung über die Richtlinien der Förderungstätigkeit,
b) die Wahl und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands,
c) der Beschluss einer Allgemeinen Richtlinie
d) Beschluss über die Kriterien zur Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern,
e) die Genehmigung des Wirtschaftsplanes,
f) die Bestellung des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung des Jahresabschlusses,
g) die Entgegennahme des Berichtes des Vorstandes, des geprüften Jahresabschlusses sowie des Berichtes des Aufsichtsrates.
h) die Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand,

6.7
Die Mitgliederversammlung gibt sich eine Wahlordnung.

6.8
Beschlüsse über den Verteilungsschlüssel, Zweckänderungen, Satzungsänderungen
sowie die Auflösung des Vereins gemäß § 13 dieser Satzung benötigen die Mehrheit
von zwei Dritteln aller anwesenden ordentlichen Mitglieder.

§ 7 Aufsichtsrat
 
7.1

Der Aufsichtsrat berät und beaufsichtigt den Vorstand im Namen der Mitgliederversammlung, die vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates geleitet wird. In außerordentlichen Situationen hat er das Recht, auf Antrag des Vorstandes den von der Mitgliederversammlung verabschiedeten Wirtschaftsplan zu verändern.

7.2 
Er wird von der Mitgliederversammlung aus dem Kreis seiner ordentlichen Mitglieder gewählt. Seine Mitglieder sollten alle unterschiedlichen Mitgliedsorganisationen angehören. Mitgliedsorganisationen, die bereits im Vorstand vertreten sind, können nicht im Aufsichtsrat vertreten sein.

7.3
Er besteht aus dem Vorsitzenden und mindestens zwei weiteren Mitgliedern.

7.4
Der Aufsichtsrat gibt sich eine Geschäftsordnung, die den Mitgliedern zur Kenntnis gegeben wird.

7.5
Er wird von dem Vorsitzenden mit Versendung des Vorschlages für die Tagesordnung einberufen und tagt nach Bedarf, aber mindestens dreimal im Jahr. Der Aufsichtsrat tritt außerdem zusammen, wenn die Hälfte seiner Mitglieder dies verlangen.

7.6
Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrates muss fachliche
Qualifikationen und Kenntnisse für den Bereich Finanzen aufweisen.

7.7
Die Wahl erfolgt für die Dauer von zwei Jahren durch die Mitgliederversammlung; Wiederwahlen sind zulässig, aber höchstens zweimal. Eine Abberufung einzelner Mitglieder durch die Mitgliederversammlung ist aus wichtigem Grund jederzeit möglich.

7.8
Er fasst seine Beschlüsse in Sitzungen. Er ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder an der Beschlussfassung beteiligt sind. Bei Stimmengleichheit hat ein Antrag keine Mehrheit.

§ 8 Vorstand

8.1

Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden und mindestens zwei weiteren Vorstandsmitgliedern. Sie sind Vorstand im Sinne des § 26 BGB und jeweils zu zweien vertretungsberechtigt.

8.2
Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt zwei Jahre. Wiederwahlen sind zulässig, aber
höchstens zweimal. Die gewählten Vorstandsmitglieder können von der
Mitgliederversammlung aus wichtigem Grunde jederzeit abberufen werden. Der Vorstand
bleibt bis zur Neuwahl im Amt.

8.3
Die Haftung der Mitglieder des Vorstands ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

8.4
Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins im Rahmen des geltenden Rechts und dieser Satzung.

8.5
Zu seinen weiteren Aufgaben gehören insbesondere:

  • die Verwaltung des Vereinsvermögens, einschließlich der Führung von Büchern und der Aufstellung des Jahresabschlusses zur Einbringung in die Mitgliederversammlung,
  • die Aufstellung eines Wirtschaftsplanes zur Einbringung in die Mitgliederversammlung,
  • die Erstellung des jährlichen Arbeitsprogramms zur Einbringung in die Mitglieder-versammlung,
  • die Abfassung des Jahresberichts und die Berichterstattung in der Mitgliederversammlung,
  • die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
  • die Entscheidung zum Aufruf gemeinsamer Aktionen


8.6
Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die vom Aufsichtsrat zu bestätigen ist.

8.7
Der Vorstand beruft eine hauptamtliche Geschäftsführung, die er als besonderen Vertreter
nach § 30 BGB bestellt. Sie übt die Tätigkeit im Rahmen einer vom Vorstand zu beschließenden
Geschäftsordnung aus.

8.8
Zur Unterstützung der Vorstandsarbeit kann der Vorstand Arbeitsgruppen einsetzen.

8.9
Die Sprecher der Arbeitsgruppen können auf Einladung mit beratender Stimme an den
Sitzungen des Vorstands teilnehmen.

8.10
Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Sitzungen, die nach Bedarf, mindestens
jedoch viermal pro Jahr stattfinden. Darüber hinaus können Beschlussfassungen auch
im Wege telefonischer, schriftlicher Abstimmung oder auch per E-Mail erfolgen, wenn diesem Verfahren kein Mitglied des Vorstandes widerspricht.

8.11
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn jeweils mehr als die Hälfte seiner Mitglieder
an der Beschlussfassung beteiligt ist. Beschlüsse werden mit der Mehrheit der
Mitglieder des Gremiums gefasst. Bei Stimmengleichheit der Anwesenden hat ein
Antrag keine Mehrheit und wird deshalb nicht umgesetzt.

8.12
Der Vorstand hat den Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemäß dem Beschluss der Mitgliederversammlung
überprüfen zu lassen. Der Prüfbericht ist der Mitgliederversammlung vorzulegen.

§ 9 Kuratorium

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung wird ein Kuratorium zur Unterstützung des Aktionsbündnisses eingerichtet. Die Mitglieder des Kuratoriums werden vom Vorstand nach Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für die Dauer von drei Jahren berufen. Wiederberufungen sind möglich.  

§ 10 Niederschriften

10.1

Über die Sitzungen der Organe sind Niederschriften anzufertigen, die von den Sitzungsleitern
sowie dem Protokollführer zu unterzeichnen sind.

10.2
Die Niederschriften sind den Mitgliedern der jeweiligen Organe zuzusenden. Sie bedürfen deren Genehmigung.

§ 11 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 12 Auflösung und Vermögensanfall

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins anteilig des zu dem Zeitpunkt der Auflösung geltenden Verteilungsschlüssels an die ordentlichen Mitglieder des Vereins, die es unmittelbar und im Sinne der Satzung zu verwenden haben.

Bonn, 14.11.2012
 
Rudi Frick                                            Silvia Holten
Vorsitzender                                        Stellv. Vorsitzende
 
Heribert Scharrenbroich                        Carl Siebel
Stellv. Vorsitzender                              Stellv. Vorsitzender