Tsunami SüdasienASB legt Schwerpunkt auf Ausbildungsplätze und Friedensförderung

30-12-2006
ASB Projekt

30. Dezember 2006. „In Sri Lanka geht es uns darum die Folgen des Tsunami vom 26.12.2004 dauerhaft zu überwinden und auch einen möglichen Frieden zwischen den Bürgerkriegsparteien zu fördern.“ So definiert Edith Wallmeier, Leiterin der Auslandshilfe beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) die Ziele der Projekte auf der vom Tsunami schwer getroffenen Insel.

ACCESS heißt das Ausbildungsprojekt für junge Menschen, das der ASB im Distrikt Hambantota im Süden Sri Lankas durchführt. Hier liegt die Arbeitslosigkeit bei 55 Prozent, die Flutwelle hatte diese Entwicklung noch erheblich verschärft. Der Name des Ausbildungsprojekts ist Programm, denn hier geht es um die Vermittlung von praktischen Fähigkeiten und Wissen. So lernen die jungen Menschen Businessenglisch, den Umgang mit dem Computer, besuchen Seminare für Unternehmensgründer oder lernen, wie man traumatisierte Kinder betreut.

Dieses praktische Wissen wird dann zum Aufbau neuer Strukturen eingesetzt. Ein Beispiel hierfür ist der „Peace Garden“. Hier betreuen junge Frauen und Männer nach einem dreiwöchigen Intensivtraining insgesamt 200 Kinder, von denen viele immer noch an der Erinnerung an den Tsunami leiden. Durch Malen, Theaterspielen und Geschichtenerzählen bekommen die Jungen und Mädchen hier die Möglichkeit, ihre Erlebnisse aufzuarbeiten.

In Batticaloa im Osten des Landes, lernen Muslime und Tamilen in ASB-Workshops Methoden und Möglichkeiten der friedlichen Konfliktbewältigung. Für manche der jungen Teilnehmer ist es das erste Mal, dass sie mit einem Tamilen bzw. einem Muslim ins Gespräch kommen. „Es ist interessant zu sehen, wie schnell die Vorurteile schwinden, wenn man miteinander redet und feststellt, dass der andere ähnliche Gefühle hat, wie man selbst“, beschreibt Edith Wallmeier die Erfahrungen, die viele der Workshopteilnehmer machen.

Wie gut das friedliche Zusammenleben von Tamilen und Muslimen funktionieren kann, zeigt das ASB-Wiederaufbauprojekt in Mannar. Hier konnten vor kurzem 60 neu erbaute Häuser von Familien bezogen werden, die durch den Tsunami oder den Bürgerkrieg ihr Zuhause verloren hatten. Beim Hausbau arbeiteten tamilische und muslimische Familien zusammen und werden vom ASB beim Einkauf sowie Transport von Baumaterialien und en Bauarbeiten selbst unterstützt.

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