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Monsun Indien/NepalIndien/Nepal: Nothilfe nach den schweren Überschwemmungen

02-07-2013

Medizinische Nothilfe und sauberes Wasser für die von der Flut Betroffenen

Der indische Bundesstaat Uttarakhand, im Himalaya im Norden des Landes gelegen, wurde in diesem Jahr von den heftigsten Monsunregen der vergangenen 80 Jahre heimgesucht. Mehr als 800 Menschen kamen ums Leben, Tausende werden immer noch vermisst, ganze Dörfer wurden zerstört. Die Überschwemmungen richteten auch großen Schaden jenseits der Grenze im Westen von Nepal an, wo mehr als 1.700 Familien ihre Dörfer verlassen mussten. Malteser International leistet Fluthilfe in der betroffenen Region.

Gemeinsam mit seiner lokalen Partnerorganisation CHAI (Catholic Health Association of India), einer der größten zivilgesellschaftlichen Organisationen Indiens im Gesundheitssektor mit über 3.400 Mitgliedsorganisationen im ganzen Land, leistet Malteser International medizinische Hilfe für die von der Flut Betroffenen in 15 Dörfern in den beiden Distrikten Rudraprayag und Uttarakashi und versorgt rund 10.000 Menschen mit Trinkwasser.

“Der Gesundheitszustand der meisten Überlebenden ist schlecht; sie leiden unter Kälte, Hunger und Austrocknung“, berichtet Daniel Bergfeld, der die Hilfe seitens Malteser International koordiniert. „Aufgrund des andauernden starken Regens und der unzureichenden sanitären Bedingungen gibt es viele Durchfall- und Hauterkrankungen sowie Magenbeschwerden.“ Da ein Großteil der lokalen Gesundheitsinfrastruktur durch die Überschwemmungen beschädigt oder zerstört wurde, wird CHAI in 15 der am stärksten betroffenen Dörfer Gesundheitsposten mit Ärzten, Krankenschwestern und Sozialarbeitern einrichten und dort medizinische Behandlung einschließlich kostenloser Untersuchungen und Medikamente anbieten. Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützt diese Hilfsmaßnahmen finanziell.

Im Distrikt Bardiya im benachbarten Nepal, wo Malteser International in flutgefährdeten Gebieten ein Projekt zur Katastrophenvorsorge umsetzt, konnten dank rechtzeitiger Vorsorgemaßnahmen vor den Monsunfluten größere Schäden an der Wasserversorgung verhindert und die Dorfbewohner geschützt werden. In den Dörfern waren beispielsweise erhöhte Wasser-Handpumpen gebaut worden, so dass die Bewohner auch während oder nach den Monsunfluten Zugang zu sauberem Wasser haben. Während der Überschwemmungen dienten sie sogar als Evakuierungspunkt: Denn in zwei Dörfern suchten einige Bewohner auf der Plattform der erhöhten Handpumpen Zuflucht und warteten dort auf die Rettungsboote, die sie dann in Sicherheit brachten.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die weltweite Nothilfe

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