Hilfe für Geflüchtete40 Jahre Hilfsprojekte in Afghanistan

22-06-2021

von Help – Hilfe zur Selbsthilfe/Aktion Deutschland Hilft

Am Anfang war es ein Hilfsprojekt: Afghanische Geflüchtete nach der sowjetischen Besatzung mit Lebensmitteln und medizinischer Versorgung zu unterstützen. Das war 1981. Heute – 40 Jahre später – setzt sich Help – Hilfe zur Selbsthilfe noch immer für die Menschen in Afghanistan ein.

Die größte Fluchtbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg

Die sowjetische Invasion 1981 in Afghanistan löste die größte Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg aus: Mehr als drei Millionen Menschen flohen in die Nachbarländer Pakistan und Iran. Die Lebensbedingungen und Aussichten in den Notlagern waren bedrückend.


Bildergalerie: Hilfe für Geflüchtete weltweit


Aus der Motivation heraus, langfristige Perspektiven für die vom Krieg gezeichneten Afghaninnen und Afghanen zu schaffen, gründeten am 15. Juli 1981 am Frankfurter Flughafen Abgeordnete aller im damaligen Bundestag vertretenen Parteien zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Kirche Help – Hilfe zur Selbsthilfe. Das Ziel: akute Not lindern und den nachhaltigen Aufbau von Lebensgrundlagen fördern.

Humanitäre Hilfe in Afghanistan & Pakistan

Die Gründung war zugleich die erste Hilfsaktion von Help: Ein Flugzeug mit Hilfsgütern wurde direkt nach Pakistan geschickt, um dort Nothilfe für die Geflüchteten zu leisten. Für die Hilfsmaßnahmen vor Ort stand Help der Verein für Afghanistan-Förderung zur Seite.

Wenig später starteten auch Berufsausbildungen für Geflüchtete. Männer und Frauen wurden in Handwerksberufe eingeführt, um sich zum Beispiel als Tischler oder als Näherin eine neue Existenz aufbauen zu können.

Afghanistan heute: Humanitäre Hilfe weiter nötig

40 Jahre nach der Gründung von Help wandert der Blick erneut nach Afghanistan: Mehr als ein Drittel der Bevölkerung – elf Millionen Menschen – leiden heute unter Hunger. Anhaltende Dürren, eine schwache Wirtschaft und zunehmende Gewalt im Land spitzen die humanitäre Situation zu.

Nicht nur der Wiederaufbau ist erschwert, Nothilfe wird erneut nötig. Heute sind es unter anderem die Nachkommen der Geflüchteten von 1981, die Help in ihrem Alltag unterstützt – zum Beispiel mit Ausbildungsprogrammen.

Zukunftsperspektiven für Menschen wie Sayyed


Viele junge Menschen können keine Berufsausbildung machen, weil kaum jemand ausbildet. Sie sind gezwungen, prekäre Arbeit in den Nachbarländern wie dem Iran zu suchen.

Auch dem 17-jährigen Sayyed ging es so, bis er mit Help seine Berufsausbildung zum Zimmermann beginnen konnte. Nun ist er stolz darauf, seinen Unterhalt im eigenen Land und mit seinem eigenen Handwerk verdienen zu können.

Seit 20 Jahren im Bündnis Aktion Deutschland Hilft

Help – Hilfe zur Selbsthilfe ist Gründungsmitglied von Aktion Deutschland Hilft. Von Tag eins an setzt sich die Bonner Hilfsorganisation gemeinsam mit anderen Bündnismitgliedern weltweit für Menschen in Not ein. Heute beschäftigt Help fast 500 Mitarbeitende in 23 Ländern und erreicht mit ihren Hilfsprojekten über vier Millionen Menschen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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