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Erdbeben JapanAusweitung der akuten Hilfe auf weitere Präfekturen geplant

18-03-2011

Japanische Kollegen werden von vielen Freiwilligen unterstützt

Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision plant, die akute Hilfe auf weitere Präfekturen in Japan auszudehnen. In der von der Katastrophe schwer getroffenen Provinz Miyagi versorgten World Vision Mitarbeiter Tausende von Opfern mit Decken und Trinkwasser, sowie Sanitär- und Hygieneartikeln.

Die japanischen Kollegen kooperieren bei ihren Hilfsaktionen sehr eng mit den Behörden und werden von vielen Freiwilligen unterstützt. Mitsuko Sobata, Pressesprecherin von World Vision Japan erläutert: „Den Menschen hier zolle ich meinen höchsten Respekt und es macht mich stolz, Japanerin zu sein. Viele haben alles verloren und vermissen Angehöre, dennoch zögern sie nicht, ihren Mitmenschen beizustehen“. Sobata berichtet von einem Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Minamisanriko, die besonders schwer von der Katastrophe getroffen wurde. Die Bevölkerung dort sei eigentlich gut auf Beben und Tsunami vorbereitet gewesen, aber diese Katastrophe habe die schlimmsten Vorstellungen übertroffen. In der Stadt lebten vor dem Beben etwa 20.000 Menschen. Etwa die Hälfte werden immer noch vermisst. Derzeit leben in Minaminsanriko etwa 9600 Menschen in 40 Notunterkünften.

Die akute Hilfe wird noch für mindestens drei Monate weitergehen. Weitere Verteil-Aktionen von dringend benötigten Artikeln sind auch für morgen und für die nächsten Tagen geplant. Nachschub wird in anderen Landesteilen Japans eingekauft. „Sachspenden aus dem Ausland machen in der Regel keinen Sinn“, erläutert Silvia Holten, Pressesprecherin von World Vision Deutschland. „Der Transport nach Japan würde zu lange dauern und die Kosten wären viel zu hoch.“

So schnell wie möglich sollen Kinderbetreuungszentren aufgebaut werden. Derzeit stehen die Kollegen in Japan mit den Behörden diesbezüglich im Gespräch. „Die Betreuungszentren sind wichtig, damit Kinder so schnell wie möglich Räume haben, wo sie zur Ruhe kommen und spielen können und wo sie Ansprechpartner haben, mit denen sie über ihre schrecklichen Erlebnisse reden können“, betont Holten. Die Zentren sind an großen Schildern in der Landessprache zu erkennen, zudem informieren Mitarbeiter von World Vision in der Nachbarschaft über die Existenz der Zentren.

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