Erdbeben IranWorld Vision-Hilfsflug im Iran gelandet

02-01-2004

Der erste von zwei Hilfsflügen für die überlebenden Erdbebenopfer in Bam ist in der Silvesternacht bei Anbruch des Neuen Jahres in Kerman gelandet und wurde in den frühen Morgenstunden ausgeladen. Er war von Brindisi in Italien gestartet. Ein zweiter Hilfsflug startete am Neujahrstag von Dubai im Nahen Osten. An beiden Orten unterhält WORLD VISION Nothilfelager für den Katastropheneinsatz. Der gelandete Airbus 300 enthielt dringend benötigte Hilfsgüter, darunter 14.000 Decken, 15.000 Wasserkanister und 3000 Plastikplanen im Wert von rund 130.000 Euro (Gewicht ca. 41 Tonnen). Die Güter werden Tausenden von obdachlos gewordenen Überlebenden des Erdbebens zugute kommen, um ihnen über die nächsten Tage und Wochen hinwegzuhelfen. Nach der Beendigung der Suchaktionen nach den Verschütteten geht es nun vordringlich darum, den vielen Menschen am Straßenrand zu helfen, die ohne ein Dach über dem Kopf unter freiem Himmel die kalten Wintertage zubringen müssen. Der zweite Hilfsflug hat 260 Winterzelte, 13500 Decken, Petroleum-Lampen und -öfen sowie Hygiene-Artikel geladen.

Erdbeben Iran "Die Menschen haben buchstäblich alles verloren", sagt Ton van Zutphen, WORLD VISION's Nothilfeleiter vor Ort. "Wir können natürlich nicht allen helfen, aber wir versuchen, möglichst viele Menschen zu erreichen." Die rund 70.000 obdachlosen Überlebenden könne man zwar mit Hilfsgütern versorgen, aber ihre tiefe Trauer und ihr Leid über den Verlust ihrer Angehören sei ungebrochen. "Ich komme mir so nutzlos vor", sagte van Zutphen nach dem Gespräch mit einem 70jährigen Überlebenden, der Frau und Schwestern verloren hat. "Ich versuche hier, Hilfsgüter reinzubringen und Transportprobleme zu lösen, aber ich kann nichts tun, um das tiefsitzende Leid und Trauma dieser Menschen zu lindern. Trauer und Schmerz hier sind einfach erdrückend."Die Regierung des Iran hat die Zahl der beerdigten Toten auf 28.000 angehoben. Die Zahl könnte noch auf 34.000 ansteigen, heißt es. Mindestens 70.000 Menschen dürften obdachlos geworden sein. 30.000 Menschen wurden verletzt.

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