IrakNordirak: Hilfe für den Neubeginn

13-03-2003

Malteser stellen nochmals 250.000 Euro für Hilfsprogramme zur Verfügung

"Viele Menschen – vor allem in den ländlichen Gebieten – haben keine Lebensgrundlage mehr und müssen völlig neu anfangen, auch wenn der Alltag wieder einigermaßen ruhig verläuft", berichtet Birke Herzbruch, Nothilfe-Referentin des Malteser Auslandsdienstes, aus dem Nordirak.

Mit dem Techniker Jon Freeman hielt sich Herzbruch Ende Juni zehn Tage lang in der Region um die Städte Erbil, Mosul, Makhmur und Kirkuk auf. Hier und in den umliegenden Dörfern fehlt vor allem die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur: Viele Familien leben in Armut, können weder Miete noch medizinische Versorgung bezahlen. Besonders betroffen sind die zahlreichen Vertriebenen: Nach jüngsten Schätzungen leben allein in Mosul und Erbil rund 81.000 Familien, die während des Krieges aus ihren Heimatdörfern fliehen mussten.

Die Malteser stellen deshalb weitere 250.000 Euro für Hilfsprojekte zur Verfügung. Geplant sind neue Programme zur Schaffung von Einkommen und zur Förderung von binnenwirtschaftlichen Strukturen in Dörfern und Gemeinden. Die Menschen im Nordirak sollen ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen können und eine funktionierende Zivilgesellschaft aufbauen. Zusätzliche Projekte sollen gesundheitliche Aufklärungsarbeit leisten.

Bereits seit Ende des Krieges unterstützen die Malteser den Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung im Norden des Irak. Alle Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern durchgeführt.

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