Erdbeben IndonesienHintergrundinformationen

27-05-2006

Die Republik Indonesien stellt mit ihren rund 17.500 Inseln (von denen ca. 6.000 bewohnt sind) die Verbindung zwischen Asien und Australien her und ist der größte Inselstaat der Welt. Mit etwa 240 Millionen Einwohnern ist Indonesien zudem  viertgrößte Nation der Erde. Das Land besteht aus den vier Hauptinseln Java, Sumatra, Kalimantan und Sulawesi. Indonesien liegt in einem der vulkanisch und seismisch aktivsten Gebiete der Erde, dem pazifischen "Feuerring". Auf dem Archipel sind noch knapp 130 Vulkane aktiv.

Indonesien ist seit 1945 eine Präsidialrepublik. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist Susilo Bambang Yudhoyono, der im Oktober 2004 sein Amt antrat.

Amtssprache auf der Inselkette ist Bahasa-Indonesisa. Es existieren allerdings rund 250 Sprachen und Dialekte in ganz Indonesien.

Java ist die kleinste, aber bedeutendste der Großen Sundainseln und bestimmt das wirtschaftliche und politische Leben Indonesiens. Sie ist die am dichtesten besiedelte Insel der Welt - rund 130 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie Bayern. Auf der Insel zwischen Sumatra und Bali liegt auch die Hauptstadt Jakarta.

Die Millionenstadt Yogyakarta liegt im Herzen von Indonesiens Hauptinsel Java nahe dem Vulkan Merapi. Wegen der starken Bevölkerungsdichte konnte das Erbeben mit der Stärke 6,2 vergleichsweise hohen Schaden anrichten. Der fast 3.000 Meter hohe Vulkan  Merapi hatte in jüngster Zeit seine Aktivitäten verstärkt, so dass Menschen evakuiert werden mussten. Ein Vulkanologe in Yogyakarta erläuterte, dass das jüngste Beben nicht vom Vulkan ausgelöst wurde, der allerdings nach dem Ereignis eine höhere Aktivität verzeichnete.

Die Niederländer machten Java als Batavia zum Zentrum ihres Kolonialreiches in Asien. Java ist vulkanischen Ursprungs. Eine Gebirgskette mit 35 aktiven Vulkanen durchzieht die Insel. Der Ackerboden ist äußerst fruchtbar und liefert reiche Erträge von Reis, Zuckerrohr, Kaffee, Tee, Kakao, Tabak und Mais. Obwohl große Dschungelgebiete abgeholzt wurden, leben in den Wäldern noch immer Tiger, Leoparden und Nashörner. Der Hindutempel von Prambanan und die gewaltige buddhistische Tempelanlage von Borobudur - beide älter als 1.000 Jahre - gehören zum Weltkulturerbe.

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