Erdbeben IndonesienErdbebenopfer in ständiger Angst vor dem brodelnden Vulkan

31-05-2006

Vier Tage nach dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Java leben die Menschen in Angst vor weiteren Nachbeben und in Sorge vor einem drohenden Vulkanausbruch. „Der Vulkan Merapi brodelt und spuckt Lava“, berichtet WORLD VISION-Mitarbeiter Sönke Weiss, der für das Bündnis Aktion Deutschland Hilft die Berichterstattung übernommen hat. „Viele Männer, Frauen und Kinder hier im Distrikt Bantul haben bei dem Erdbeben alles verloren, leben traumatisiert und erschöpft auf der Straße. Und jetzt können sie nachts kaum ein Auge zu machen, weil sie ständig eine neue Katastrophe fürchten müssen.“

Zu einigen Dörfern, die am Hang des Vulkans liegen, sind die Helfer bisher noch nicht vorgedrungen. „Niemand traut sich in die Nähe des Vulkans. Wir wissen nicht, ob durch das Erdbeben auch dort Häuser zerstört worden sind und ob unter den Trümmern möglicherweise noch weitere Opfer liegen“, sagt Sönke Weiss.

Helfer von WORLD VISION haben heute im Distrikt Bantul weitere Erdbebenopfer mit Nothilfepaketen versorgt. Neben Kleidung und Plastikplanen bekommen die Familien vor allem Hygiene- und Küchen-Artikel wie Seife, Zahnbürsten, Töpfe und Pfannen, Geschirr, kleine Öfen und Taschenlampen. „Insgesamt möchten wir bis zu 30.000 Menschen im Erdbebengebiet erreichen“, sagt Sönke Weiss. „Die Koordinierung der Hilfe macht Fortschritte. WORLD VISION stimmt sich mit einzelnen Dörfern bereits über einen langfristigen Aufbau sozialer Infrastruktur ab.“

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
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