Wasser2013 - Das Jahr der Wasserkooperation

Wir schreiben das Jahr 2013 – das Internationale Jahr der Wasserkooperation. Ziel dieses Jahres ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie wichtig die Zusammenarbeit im Bereich Wasser ist. Federführend für die Organisation rund um das Weltwasserjahr ist die UNESCO. 783 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Süßwasserressourcen werden knapper und 3,5 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen schlechter Wasserversorgung. In Anbetracht dieser Umstände ruft die UNESCO die Regierungen weltweit dazu auf, dem Thema Wasser mehr politische Priorität einzuräumen – sowohl national als auch international.

Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen

Das Millenniumsentwicklungsziel bis 2015, den Anteil der Menschen, die keinen nachhaltigen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser haben, um die Hälfte zu senken, wurde erreicht. So verfügten bereits 2010 89 Prozent der Weltbevölkerung über einen Trinkwasserzugang. Dies ist zwar eine positive Entwicklung, aber noch nicht ausreichend: Denn noch immer verfügen 783 Millionen Menschen – 11 Prozent der Weltbevölkerung – nicht über einen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Und auch im Bereich der Sanitärversorgung gibt es noch große Defizite: die Zielvorgabe des siebten Millenniumsziels wird voraussichtlich nicht erreicht. 2,5 Milliarden Menschen verfügen über keinen Zugang zu verbesserten sanitären Einrichtungen. 15% der Weltbevölkerung – also 1,1 Milliarden Menschen – haben überhaupt keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen und müssen ihre Notdurft im Freien verrichten.

Was bedeutet das?

Verunreinigtes Trinkwasser ist die Hauptursache für Cholera- und Durchfallerkrankungen. So sterben jedes Jahr 3,5 Millionen Menschen an den Folgen schlechter Wasserversorgung. Hinzu kommt, dass Wasser – wenn es schwer zugänglich ist – von seiner Quelle hergetragen werden muss. Der damit verbundene Zeit- und Energieaufwand raubt den Menschen die Chance ihr Potenzial zu verwirklichen. Statt lesen und schreiben zu lernen, arbeiten zu gehen und Zeit mit der Familie zu verbringen müssen viele Menschen – zumeist Frauen und Kinder – stundenlang zum nächstgelegenen Tümpel, Brunnen oder Fluss laufen. Weitere Probleme entstehen durch eine fehlende sanitäre Basisversorgung: Denn unzureichende Fäkalienentsorgung zieht erhebliche Gesundheits- und Umweltgefahren nach sich.

Den Teufelskreis durchbrechen

Eine verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung ist Grundlage dafür, weitere Millenniumsziele zu erreichen: so wirkt sich der Zugang positiv auf Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung, Gesundheit, Umweltschutz und Gleichstellung aus. Der Zugang zu Wasser ist der erste Schritt, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.
Es ist schon viel passiert. Doch trotz aller Fortschritte liegt noch ein langer Weg vor uns. Wasser muss räumlich näher zu den Menschen gebracht werden, denn für jeden von uns ist Wasser wie Sauerstoff – wir brauchen es zum leben. Daher ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit – wie sie durch das Internationale Jahr der Wasserkooperation erreicht werden soll – so ungemein wichtig.

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