NewsWeltwassertag 2018: Jeder Zweite von Massermangel bedroht

21-03-2018

von Aktion Deutschland Hilft

Fließendes Wasser direkt aus der Leitung trinken? Das ist für viele Menschen nicht selbstverständlich. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist von Wassermangel bedroht. Das berichten die Vereinten Nationen in ihrem Weltwasserbericht 2018.

Rund 3,6 Milliarden Menschen leben demzufolge in Gebieten, in denen für mindestens einen Monat pro Jahr das Wasser knapp wird. 2050 könnten es bis 5,7 Milliarden sein.

Worin liegen die Ursachen für den Wassermangel?

Klimawandel, Bevölkerungswachstum und das steigende Konsumverhalten: All das trägt den UN zufolge zur Zerstörung der Ökosysteme bei. Mindestens zwei Drittel der Wälder weltweit sind beschädigt; seit 1900 wurden bis zu 70 Prozent der natürlichen Feuchtgebiete zerstört.

Die Folgen: Mehr Wasser verdunstet, während weniger in Böden gespeichert werden kann. Darunter leiden vor allem Menschen in den ländlichen Gebieten jener Länder, in denen oft Dürren ausbrechen.

Grüne Lösungen können helfen

Mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie, auf naturbasierte Lösungen zu setzen - das fordern die UN. Statt Stauseen, Schutzdämmen und Klärwerken können wiederaufgeforstete Wälder, begrünte Dächer in Städten oder künstliche Feuchtgebiete helfen, die weltweite Wasserversorgung zu verbessern.

Der Weltwasserbericht der Vereinten Nationen wird jährlich von der UNESCO erstellt. Er erscheint seit 2003 jedes Jahr rund um den 22. März, dem Weltwassertag.

Erträge 2016


Diese Bilder zeigen den Beginn und das Ergebnis eines Hilfsprojekts: Im Niger breitet sich die Wüste immer weiter aus. Mithilfe unserer Bündnisorganisation ASB wurden über 100.000 Erdkuhlen gegraben und 2,5 Tonnen Samen ausgesät. Während der Regenzeit sammelt sich in den halbmondförmigen Löchern Wasser, das die Samen zum Keimen bringt. Die widerstandsfähigen Pflanzen verhindern die weitere Erosion des Bodens.

Wasser für Menschen in Not - so hilft unser Bündnis weltweit

Wasser ist ein Menschenrecht. Doch die Realität sieht anders aus: Weltweit bleibt rund 663 Millionen Menschen der Zugang zu sauberen Trinkwasser verwehrt.

Vor allem im Katastrophenfall ist Wasser, der Quell des Lebens, oft Mangelware. Quellen werden von Erdbeben verschüttet, Leitungen durch Erdrutsche oder kriegerische Gewalt verunreinigt und zerstört, Dürren lassen Seen und Flüsse versiegen.

Unsere Bündnisorganisationen sind weltweit im Einsatz, um die Situation für die betroffenen Menschen zu verbessern. Gemeinsam helfen wir den Kindern, Männern und Frauen in Not - schnell, koordiniert und nachhaltig.

In der Bildergalerie erfahren Sie mehr über unsere Hilfe - jetzt durchklicken (13 Fotos)



Unser Bündnis leistet akute Nothilfe...

  • Wir verteilen Tabletten und Filter, um verschmutztes Wasser zu reinigen
  • Wir stellen Kanister und Eimer sowie Wasserrucksäcke zum Wassertransport zur Verfügung
  • Wir setzen Leitungen wieder instand und errichten Wasserverteilungsstellen
  • Wir bieten Hygienetrainings an, um den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera zu verhindern

... und langfristige Hilfe, um die Wasserversorgung für Menschen zu verbessern:

  • Wir bauen nachhaltige Wasserleitungssysteme und Brunnen 
  • Wir errichten Sanitäranlagen und Regenwasserspeicher, katastrophenresistente Regenwassersammeltanks und Trinkwasserfiltersysteme sowie Solarpumpen,
  • Wir schulen Menschen vor Ort in deren Aufbau und Wartung - gemeinsam mit lokalen Wasserkomitees aus den Dörfern
  • Wir helfen mit Wiederaufforstung: Mangrovenwälder in Küstengebieten schützen vor Überschwemmungen, fördern die Biodiversität und sichern die Lebensgrundlage für Menschen, die von Fischerei leben

Möglich ist das nur mit Ihrer Spende - danke, dass Sie helfen!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
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