NewsMehr als 40.000 Menschen fliehen vor Vulkan Mayon

23-01-2018

von Aktion Deutschland Hilft/Malteser International

Um sich vor dem drohenden Ausbruch des Vulkans Mayon in Sicherheit zu bringen, mussten in den vergangenen Tagen mehr als 40.000 Menschen auf den Philippinen ihre Häuser verlassen. Dazu hatten die Behörden alle Menschen im Umkreis von acht Kilometern um den Vulkan aufgefordert. Offiziell gilt Alarmstufe 4. Das bedeutet: Innerhalb der nächsten Tage könnte es eine gefährliche Eruption geben.

Vulkan Mayon sorgt auf den Philippinen für Angst

Unter den Kindern, Frauen und Männern in der Region Albay herrscht Angst: Medienberichten zufolge spuckt der Vulkan Lava bis zu 700 Meter hoch, aus riesigen Wolken regnet es Asche. Der Vulkan Mayon, der etwa 330 Kilometer östlich der philippinischen Hauptstadt Manila liegt, soll in den vergangenen 400 Jahren rund 50 Mal ausgebrochen sein. Bei einem Ausbruch im Jahr 1814 starben 1.200 Menschen.

Bündnisorganisationen bereiten sich auf Hilfseinsatz vor

Malteser International, Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft, bereitet einen Hilfseinsatz vor: "Wenn der Vulkan ausbrechen sollte, gehen wir davon aus, dass viele Menschen ihr Hab und Gut verlieren werden", sagt Jan Emmel, Länderrepräsentant von Malteser International in Manila. In Zusammenarbeit mit der philippinischen Assoziation des Malteserordens verteilen Mitarbeiter Decken, Schlafmatten, Nahrungsmittel, Moskitonetze und Hygieneartikel an Familien, die in Notunterkünften untergekommen sind. Weitere Bündnisorganisationen, etwa World Vision und die Johanniter, beobachten die Lage vor Ort.

Schutz in Notunterkünften und Verteilung von Hilfsgütern

Die Zustände beschreibt Emmel als schwierig: "Viele Menschen haben auf ihrer Flucht vor den Aschewolken nur das Nötigste mitgenommen. Wie lange sie noch in den Unterkünften ausharren müssen, ist noch nicht klar. Wir stehen in engem Kontakt mit der Diözese in Legazpi, die für uns die Verteilung der Hilfsgüter übernehmen wird."

Malteser International arbeitet seit 2009 auf den Philippinen. Schwerpunkte sind die Nothilfe bei Naturkatastrophen sowie die bessere Vorbereitung auf die Folgen von Naturgewalten. Außerdem unterstützt Malteser International Menschen in den Bereichen Wasser, Sanitär und Hygiene. Auch 2013, als Taifun Haiyan auf den Philippinen für verheerende Zerstörung sorgte, waren die Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft im Einsatz.

Video: Aschewolken und Staub - so ist die Lage auf den Philippinen:

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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