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News30. Juli: Internationaler Tag der Freundschaft

30-07-2012

Ein japanisches Sprichwort lautet: Keine Straße ist lang mit einem Freund an der Seite

Alle Größen der Dichtkunst haben ihr zahlreiche Gedichte und Werke gewidmet, tausende Geschichten wurden über sie verfasst, verschiedene Forschungen wurden über sie betrieben, jeder kennt sie und wird tagtäglich von ihr begleitet, ein Leben lang; die Rede ist von der Freundschaft. Der heutige Internationale Tag der Freundschaft wurde von den United Nations (UN) eingeführt und soll an die Bedeutung der Freundschaft zwischen Personen, Ländern und Kulturen erinnern.

Jede freundschaftliche Beziehung ist einzigartig und von unschätzbarem Wert. Zwei Menschen, die eine freundschaftliche Beziehung führen, teilen Leid und Glück – wie in guten so in schlechten Zeiten. Die Freundschaft zwischen Ländern oder Kulturen kann zu Frieden führen und bietet die Möglichkeit zwischen verschiedenen Gesellschaften Brücken zu bauen. Sie kann den Dialog zwischen Zivilisation, gegenseitigem Verständnis, Solidarität und Versöhnung fördern.

Vor allem in schlechten Zeiten, wie bei Katastrophen, wirkt der Freund wie ein Lebenselixier. Eine kleine Anekdote aus unserem Einsatzgebiet Japan beweist die Wichtigkeit einer Freundschaft in einer schweren Zeit.

Miyako Kaitani und Reiko Kon leben beide in der Kleinstadt Yamada und kannten sich bis zum 11. März 2011 nur flüchtig. Der Tag veränderte das Leben dieser beiden Frauen von Grund auf. An dem Tag ereignete sich die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan. Miyako (72 Jahre alt) hatte sich erst kürzlich als Friseurin zur Ruhe gesetzt und freute sich auf ihren wohlverdienten Ruhestand. Die Katastrophe zerstörte ihre gesamte Existenz; ihr ganzes Hab und Gut, ihre Erinnerungen. Tagelang weinte sie im Evaluierungscenter.

Wenige Monate später wurde ihr ein Wohncontainer zur Verfügung gestellt, neben Reiko (76 Jahre alt). Ein Neuanfang. Beide Damen verbrachten viel Zeit miteinander. Sie redeten über den vergangenen Schicksalsschlag. Sie verstehen einander und sind füreinander da, wenn die eine einen schlechten Tag hat. Aber durch ihre Freundschaft gelangt auch etwas alltägliches in ihre Übergangssiedlung. Zum Beispiel tauschen sie sich darüber aus, wo es momentan das beste und günstigste Gemüse gibt. Gemeinsam besuchen sie auch, die von CARE organisierten Gesprächsrunden und treffen dort viele andere Bewohner. Für die Opfer dieser Naturkatastrophe ist es wichtig, sich mit denjenigen auszutauschen, denen das gleiche widerfahren ist, um die Erlebnisse zu verarbeiten.

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