550-Fluechtlingspolitik-permanentes-Krisenmanagement

20. Juni - WeltflüchtlingstagWeltflüchtlingstag: Flüchtlingspolitik ist kein permanentes Krisenmanagement

26-04-2015

Hilfe für Flüchtlinge ist eine Querschnittsaufgabe

Fluchtursachen bekämpfen, Flüchtlinge auf der Flucht schützen und Aufnahme und Integration von Flüchtlingen befördern: Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft fordert Zusammenarbeit aller Akteure der Hilfe.

Gemeinsam langfristige Lösungen finden

„Diese Flüchtlingskrise weitet sich zu einer Katastrophe aus, in der es – im Sinne unserer Bündnisidee „Gemeinsam schneller helfen“ – sehr entscheidend sein wird, neben der Linderung der akuten Notlage auch gemeinsam langfristige Lösungen in unserer globalen Welt zu finden und Ursachen zu bekämpfen“, sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2015. „Als Zusammenschluss vieler deutscher Hilfsorganisationen wünschen wir uns einen übergreifenden Austausch mit zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren.“

Bessere Verzahnung der beteiligten Akteure

Um das zu erreichen, fordert Aktion Deutschland Hilft neben dem umfassenden Engagement für bessere Lebensbedingungen in den Herkunftsländern, der humanitären Hilfe für Menschen auf der Flucht und einer Willkommenskultur in den Aufnahmeländern eine bessere Verzahnung der Innenpolitik, Entwicklungspolitik und der Arbeit des Auswärtigen Amtes auf nationaler Ebene. Auch innerhalb des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft wird der Austausch über bestehende Schwerpunktbereiche hinaus verstärkt: Viele Bündnisorganisationen leisten sowohl in der humanitären Not- als auch in der Entwicklungshilfe wichtige Arbeit. Vor allem über die angeschlossenen Sozialverbände Arbeiter-Samariter-Bund, Arbeiterwohlfahrt, Malteser und Johanniter wird in Deutschland Hilfe im Zusammenhang mit Migrations- und Asylfragen geleistet.

Flüchtlingspoltik ist eine Querschnittsaufgabe

Bernd Pastors, Vorstandsvorsitzender von Aktion Deutschland Hilft, warnt davor, Flüchtlingspolitik als permanentes Krisenmanagement zu sehen: „Flüchtlingspolitik ist eine Querschnittsaufgabe auf nationaler und auf internationaler Ebene. Bei Entscheidungen im Bereich der Wirtschaftspolitik, der Außen- und Handelspolitik, der Sicherheits- und Klimapolitik auf internationaler Ebene müssen die Konsequenzen bedacht und tragfähige Lösungen für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Herkunftsländern gefunden werden. Nur dann können wir die Ursachen von Flucht bekämpfen.“

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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