TsunamisDie Entstehung eines Tsunamis

Entstehung Tsunami
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Was ist ein Tsunami?

Was ein Tsunami ist, lässt sich aus der Wortbedeutung ableiten. Auf Japanisch heißt „tsu“ Hafen, „nami“ bedeutet große Welle. Das Wort soll von japanischen Fischern geprägt worden sein, die bei ihrer Rückkehr vom Fischfang den Heimathafen vollkommen verwüstet vorgefunden haben. Sie erklärten sich dieses Phänomen mit einer großen Welle, die im Hafen entstanden sein musste, da sie auf offener See keine Riesenwelle gesehen oder gespürt hatten.

Wann entsteht ein Tsunami?

Tsunamis entstehen infolge von Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Erdrutschen oder Meteoriteneinschlägen durch die plötzliche Verdrängung riesiger Wassermassen. Der Großteil aller Tsunamis wird durch Seebeben verursacht.

Die meisten Tsunamis werden durch Seebeben ausgelöst. In der Regel tragen die folgenden Bedingungen zur Entstehung eines Tsunamis bei: Ein Seebeben hat eine Stärke von mindestens 7,0 auf der Richterskala. Denn erst ab dieser Stärke führt die freigesetzte Energie dazu, dass die über dem Epizentrum liegende Wassersäule in Schwingung versetzt wird. Zweitens muss sich das Zentrum des Bebens in Tiefen von weniger als 50 km ereignen. Drittens muss sich der Meeresboden durch das Erdbeben anheben oder absenken. Wird er nur seitlich versetzt, entsteht kein Tsunami.

Seebeben werden durch Subduktion ausgelöst

Subduktion meint das Abtauchen von einer schweren, ozeanischen Erdplatte unter eine leichtere Kontinentalplatte. An dieser Stelle reißt der Meeresboden ruckartig auf. Im Falle des Seebebens vor Indonesien riss der Boden auf einem Gebiet von über 100.000 Quadratkilometern auf. Das entspricht der Fläche Portugals.

Tsunamis: Ganze Ozeane innerhalb weniger Stunden

Wenn die Wassersäule ins Schwingen gerät, breiten sich nach allen Seiten hin Wellen aus. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Wellenkämmen kann bis zu zwei Stunden betragen. Denn die Wellenlänge kann auf dem offenen Meer, gemessen von Kamm zu Kamm, zwischen 10 und 100 Kilometern betragen. Sie breitet sich mit bis zu 1000 Kilometern pro Stunde aus. Der Tsunami kann so innerhalb weniger Stunden ganze Ozeane durchqueren und sich bis zu 20.000 Kilometer weit ringförmig ausbreiten. Daher kann er im Vergleich zu anderen Naturkatastrophen noch tausende Kilometer von seinem Entstehungsort entfernt große Schäden anrichten.

Je näher die Welle dem Festland kommt, desto kürzer wird der Abstand zwischen den Wellenkämmen. Dadurch werden die Wellenberge immer höher. Liegt die Wellenhöhe auf dem offenen Meer meist noch bei weniger als einem Meter, kann sie sich an Land meterhoch auftürmen. Die Wassermassen dringen so oft viele Kilometer ins Landesinnere vor und zerstören ganze Landstriche.

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