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Naturkatastrophen & Humanitäre KatastrophenHumanitäre Hilfe von A bis Z

A:

AA:

Auswärtiges Amt - Das AA ist auf der politischen Ebene für Soforthilfemaßnahmen in der humanitären Hilfe im Sinne reiner Überlebenshilfe zuständig. Ihm obliegt nicht die Durchführung von Projekten, sondern die finanzielle Förderung von Projekten humanitärer Organisationen der UN und deutscher Nichtregierungsorganisationen (max. Förderungsdauer sechs Monate).

Advocacy:

Anwaltschaft - Bei Advocacy geht es darum, für die Bedürfnisse der Opfer die Stimme zu erheben. Die "Anwälte der Bedürftigen" fordern international verbrieftes Recht (z.B. Menschenrechte) ein und machen auf "vergessene Katastrophen" aufmerksam.

Agenda 21:

Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm mit Handlungsempfehlungen für das 21. Jahrhundert, das im Jahr 1992 von 179 Staaten auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro entwickelt wurde. Wichtige entwicklungspolitische Ziele wie Armutsbekämpfung und nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen Wasser, Boden und Wald sind hier ebenso verankert wie umweltpolitische Ziele, etwa die Reduzierung des Treibhauseffektes.

AKP:

(Abkürzung für Afrika, Karibik und Pazifik) – Organisation von derzeit 79 Staaten aus dieser Region, deren wesentliche Ziele die nachhaltige Entwicklung der Mitgliedsstaaten sowie deren Einbindung in die Weltwirtschaft sind.

ALNAP:

(Active Learning Network for Acountability and Performance) – Netzwerk von Akteuren des humanitären Sektors sowie Forschern und Beratern. Im Mittelpunkt steht das Bestreben, durch den Austausch praktischer Erfahrungen und gemeinsamer Forschung Lernprozesse zu initiieren und letztlich die Leistungsfähigkeit der Akteure weiter zu steigern.

Armut:

Laut Weltbank gelten jene Menschen als arm, deren Pro-Kopf-Einkommen weniger als einem Dollar am Tag entspricht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) indes definiert Armut anhand des Verhältnisses des individuellen Einkommens zum Durchschnittseinkommen des Landes. Danach ist arm, wer monatlich weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens seines Landes zur Verfügung hat.

B:

Bilaterale Unterstützung:

Unterstützung, die von Geberländern autonom nach eigenem Ermessen geleistet wird. Hierzu zählen etwa personeller Beistand, die Bereitstellung von Hilfsgütern oder finanzielle Zuschüsse an Staaten oder NGOs (→ NGO/NRO).

BMZ:

(Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Die politische Koordinierung der allgemeinen Armutsbekämpfung und strukturbildenen Maßnahmen ist hier angesiedelt.

Bürgerkrieg:

Innerstaatlicher und bewaffneter Konflikt zwischen zwei oder mehreren Parteien. Konflikte dieser Art nahmen in der jüngeren Vergangenheit – insbesondere seit dem Ende des Kalten Krieges – erheblich zu. Militärisch unterscheiden sie sich teilweise erheblich von zwischenstaatlichen Konflikten und stellen die humanitäre Hilfe (→ HH) vor besondere Aufgaben, da häufig die Zivilbevölkerung ausdrücklich das Ziel militärischer Handlungen wird.

C:

Capacity Building:

Durch Capacity Building – der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten - sollen einheimischen Entscheidungsträger und Fachkräften in die Lage versetzt werden, auf effizientem Wege gesellschaftspolitische Ziele zu erreichen. Capacity Building ist auch das Anliegen technischer Zusammenarbeit (→ TZ).

Cash Crops:

(„Geld-Früchte“): In Entwicklungsländern angebaute Agrarprodukte, die für den Export bestimmt sind, obwohl die Versorgung der eigenen Bevölkerung noch nicht sichergestellt ist.

Cash for Work:

(Bargeld für Arbeit): Die Grundidee der „Cash for Work“-Programme ist die, dass eine betroffene Gruppe oder Gemeinde nach der Katastrophe eine temporäre Einkommensquelle bekommt, indem sie selbst an Wiederaufbauprojekten arbeitet und dafür entlohnt wird.

CBO (Community Based Organizations):

Gemeinschaftsstrukturen, deren Ziel es ist, gemeinsame Werte der Bewohner eines Viertels zu vitalisieren und in Problemlösungsmuster umzusetzen.

CERF (Central Emergency Response Fund):

Treuhandfond der UN, um im Notfall schnelle Hilfe zu leisten. Ebenso dient er der Unterstützung unterfinanzierter Krisen. Der Fond beläuft sich auf Gesamtvolumen von 500 Millionen US-Dollar und setzt sich aus freiwilligen Zuschüssen zusammen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
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Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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