Klimwandel & NothilfeInfografik: Das Klimaphänomen El Niño

26-04-2016
Infografik: El Niño ist ein Klimaphänomen, dass viele Umweltkatastrophen mitbeeinflusst.  


El Niño ist das Klimaphänomen, das seit Jahrhunderten vor der Küste Perus beobachtet werden kann. Alle zwei bis sieben Jahre steigt dort die Wassertemperatur an der Meeresoberfläche um bis zu acht Grad an. Aufgrund dieser ungewöhnlich hohen Temperaturen sterben große Teile des Fischbestandes oder verlassen die Region. So verlieren Fischer ihre wirtschaftliche Existenz. Da sich das alles immer um Weihnachten abspielte, gaben die Betroffenen dem Phänomen den Namen El Niño, das Christuskind. Experten unterscheiden drei Wetterphasen: die neutral Phase, El Niño und La Niña.

Neutrale Phase

Während der neutralen Phase wehen Passatwinde am Äquator Richtung Westen und treiben warmes Oberflächenwasser von Südamerika nach Asien. Dort überlagert das warme Wasser kalte Wassermassen. Diese werden in den Tiefen des Meeres Richtung Südamerika zurückgetrieben. Erst vor Südamerikas Küste gelangt dieses kühle Wasser wieder an die Oberfläche. Ein Wasserkreislauf entsteht.
Das warme Oberflächenwasser verdunstet vor Asien und führt zu vermehrten Niederschlägen. Vor Südamerika hingegen sinkt trockene Luft ab. Gleichzeitig verdunstet das kalte Wasser an der Küste Südamerikas nur sehr langsam, wodurch es sehr wenig regnet.

El Niño

Während El Niño kommen die Westpassatwinde zum Erliegen oder wehen sogar Richtung Osten. Das warme Oberflächenwasser staut sich dadurch vor der Küste Südamerikas, wodurch das kalte Tiefenwasser nicht mehr an die Oberfläche gelangen kann. Die warmen Wassermassen vor Südamerikas Westküste verdunsten und sorgen dort für starke Niederschläge. In Asien hingegen wird es trockener.

La Niña

Wie in der neutralen Phase wehen die Passatwinde während La Niña (deutsch: „das Mädchen“) in Richtung Westen, sind jedoch deutlich stärker. Dadurch staut sich das warme Oberflächenwasser vor Asien auf und das Meer wird viel wärmer als üblich. In der Folge kommt es dort zu besonders starken Niederschlägen, während an der Küste von Süd- und Mittelamerika starke Trockenheit herrscht.

Die Folgen von El Niño: Das Wetter steht Kopf

El Niño beeinflusst weltweit die Temperatur- und Niederschlagsmuster und führt zu Extremwetterereignissen wie Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen und tropischen Wirbelstürmen. El Niño wirkt sich regional sehr unterschiedlich aus: Im südlichen Afrika und am Horn von Afrika herrscht extreme Dürre. Die Grundwasserspiegel sinken, Felder verdorren und die Menschen leiden an Hunger.

In Ostafrika hingegen kommt es zu heftigen Niederschlägen und starken Überschwemmungen. Sintflutartige Regenfälle an der Westküste Südamerikas führen zu Erdrutschen, Überflutungen und der Zerstörung der Infrastruktur. Durch die Überschwemmungen breiten sich auch Infektionskrankheiten aus. Trockenheit und Dürre in Asien und im Osten Australiens führen zu Buschfeuern, Waldbränden und ausgedörrten Feldern. In der Folge kommt es zu Ernteausfällen und Nahrungsmittelknappheit.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!

© Bündnis deutscher Hilfsorganisationen: Spenden & Helfen