In Myanmar sind häufig die Küstengebiete von Überschwemmungen betroffen. Mönche betrachten nach einer schweren Flut die Zerstörung im Hafen.

KatastrophenvorsorgeSturm & Überschwemmung: Sicher durch Vorsorge

Starkniederschläge, Schneeschmelze und Wirbelstürme führen immer wieder zu schweren Überschwemmungen. Flüsse treten über die Ufer und werden zu einer großen Gefahr. Durch den steigenden Meeresspiegel werden Deltaregionen und Küstengebiete immer häufiger von Fluten bedroht. Vor allem in Bergregionen löst Starkregen schwere Erdrutsche aus. Unsere Bündnisorganisationen helfen den betroffenen Menschen, sich besser auf die Gefahren vorzubereiten.

Bauliche Maßnahmen

  • Frühwarnsysteme: Die Installation von technischen Frühwarnsystemen in gefährdeten Regionen warnt Bewohner frühzeitig vor heranziehenden Stürmen und Fluten.
  • Infrastruktur: Nur, wenn die Infrastruktur intakt ist, kann schnell Hilfe geleistet werden. Straßen und Brücken werden sturmsicher aufgebaut, Dämme und Deiche aufgeschüttet, um vor Hochwasser zu schützen.
  • Zufluchtsorte: Bestimmte Gebäude dienen den Bewohnern als Schutzräume. Dort können sie sich in Sicherheit bringen, wenn die eigenen Häuser den Stürmen und Überschwemmungen nicht standhalten. Damit sie sich über längere Zeit dort aufhalten können, werden Notfallmedikamente, haltbare Lebensmittel und Trinkwasservorräte in den Gebäuden gelagert.
  • Sturm- und flutsicherer Hausbau: In Trainings lernt die Bevölkerung in gefährdeten Gebieten, wie man mit vorhandenen Ressourcen wie Bambus Häuser vor Stürmen und Fluten sichern kann.
  • Siedlungsplanung: Idealerweise werden Gebäude nicht in unmittelbarer Nähe eines Flusslaufs oder an der Küste errichtet und Überflutungsflächen eingeplant.

Stärkung der Gemeinschaften

Das richtige Verhalten im Katastrophenfall kann viele Leben retten. Darum ist es sehr wichtig, die Menschen in gefährdeten Regionen in die Lage zu versetzen, sich im Falle großer Katastrophen selbst zu helfen und so die Abhängigkeit von Nothilfe zu verringern.

  • Katastrophenschutzteams: Jede Dorfgemeinschaft wählt ein Team, das im Fall der Katastrophe Alarm schlägt und hilft, die Bewohner in der Gefahrenzone in Sicherheit zu bringen.
  • Evakuierungspläne: Gemeinsam mit der Bevölkerung in gefährdeten Gebieten werden Evakuierungspläne ausgearbeitet. Auf diesen ist verzeichnet, welche Orte bei Hochwasser eine sichere Zuflucht bieten. Bei Evakuierungsübungen lernen die Bewohner, welche Fluchtwege bei heranziehenden Wirbelstürmen die kürzesten sind und wo sie sich in Sicherheit bringen können.
  • Schulungen: Die lokalen Medien wie Radio- und Fernsehsender werden geschult, auf welche Weise im Notfall wichtige und verlässliche Informationen zu möglichst vielen Menschen gesendet werden können.
  • Schwimmwesten: Aus leeren PET-Flaschen kann man leicht Schwimmwesten oder Flöße bauen. Diese sind leicht herzustellen, günstig und robust.

Küsten- und Bodenschutz

Das Ziel jeder Vorsorgemaßnahme ist es, die negativen Auswirkungen von Katastrophen auf die Menschen abzuschwächen, bevor sie Existenzen bedroht. Im Vorfeld eines Sturmes oder einer drohenden Überschwemmung kann man vieles tun, um Schlimmeres zu verhindern.

  • Wiederaufforstung: Um die Küstenbewohner vor Überflutungen zu schützen und Erosion zu verhindern werden Mangroven gepflanzt. 200 Meter Mangrovenwald reduzieren die Kraft der Wellen um 75 Prozent und verschaffen den Menschen mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig siedeln sich in Mangrovenwäldern Fische, Muscheln und Krabben an, welche den Küstenbewohnern zusätzliches Einkommen sichern.
  • Bekämpfung der Erosion: Durch Starkniederschläge und Sturm werden häufig Erdrutsche ausgelöst. An kahlen oder gerodeten Hängen werden daher neue Setzlinge angepflanzt. Die Wurzeln der Bäume und Sträucher verhindern ein Abrutschen des Bodens.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die Katastrophenvorsorge:

Spenden-Stichwort: Katastrophenvorsorge
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Sicher online spenden!

© Bündnis deutscher Hilfsorganisationen: Spenden und helfen