Themen & HintergrundinfosWelt-AIDS-Tag

23-11-2015
 

Wenn Tage eine Farbe hätten, wäre der 1. Dezember rot. Rot als Signalfarbe gegen HIV/AIDS. Rot wie Blut, als Zeichen des Leids, das die Krankheit für Betroffene und Angehörige bedeutet. Und vor allem rot als Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken. Menschen rund um den Globus setzen an diesem Tag ein Zeichen und tragen die rote AIDS-Schleife. Denn seit 1988 wird alljährlich am 1. Dezember an die Immunschwächekrankheit AIDS erinnert, die durch das HI-Virus ausgelöst wird.

36,9 Millionen Menschen weltweit leben mit HIV

AIDS ist eine der verheerendsten Pandemien der Menschheit. Erstmals nachgewiesen wurde der Erreger 1981 bei homosexuellen Männern in den USA. Heute leben weltweit etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV, davon etwa 70 Prozent südlich der Sahara. Etwa 2,5 Millionen Menschen infizierten sich jährlich mit dem Virus, etwa 1,2 Millionen starben an den Folgen von AIDS. Unter Teenagern ist die Krankheit die zweithäufigste Todesursache weltweit. Fast 17 Millionen Kinder verloren bis heute einen oder beide Eltern und bleiben als AIDS-Waisen zurück. Allein im vergangenen Jahr infizierten sich zudem etwa 220 000 Kinder mit HIV. Insgesamt leben 2,6 Millionen Kinder mit dem Virus.


AIDS lähmt ganze Länder in ihrer Entwicklung


Vor allem in armen Ländern der Erde bringt der Virus vielen Menschen großes Leid. In einigen Ländern der Subsahara sind bis zu 20 Prozent der Bevölkerung infiziert. Das Virus hat verheerende Folgen und bringt die Entwicklung ganzer Länder zum Erliegen. Denn aufgrund der Schwäche, die den Körper befällt, können die Menschen nicht mehr arbeiten. Der Wegfall der Arbeitskräfte hemmt die Wirtschaft, die Produktivität sinkt, Armut, Not und Kriminalität in den betroffenen Gebieten verschärfen sich. Oft müssen junge Mädchen die Schule abbrechen, um ihre erkrankten Eltern zu pflegen oder sich um die jüngeren Geschwister zu kümmern. Infizierte und ihre Angehörigen werden oft ausgegrenzt und diskriminiert. Auch Großfamilien sind angesichts der vielen Waisenkinder zunehmend überfordert. Sie tragen ein hohes Risiko, an Unterernährung zu leiden und in die Armut abzurutschen.

AIDS ist bis heute nicht heilbar


Dank antiretroviraler Therapien können Infizierte zwar besser und länger mit HIV leben, doch diese Medikamente sind teuer. Viele Menschen in Entwicklungsländern können sich die Behandlungen nicht leisten. Doch es werden Fortschritte gegen die Krankheit verzeichnet: Inzwischen werden 15 Millionen Menschen weltweit mit den Medikamenten behandelt, die den Ausbruch der Krankheit AIDS um viele Jahre verlängern können.

HIV/AIDS in Deutschland

Auch in Deutschland ist HIV und AIDS noch immer verbreitet. Mitte des Jahres 2015 lebten hierzulande etwa 83.000 Menschen mit einer HIV-Infektion. Zwar engagieren sich viele Vereine und Initiativen durch Kampagnen wie „Gib AIDS keine Chance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für die Sensibilisierung potentiell gefährdeter Menschen. Trotz dieser landesweiten Aufklärungskampagnen blieb die Zahl der Neudiagnosen seit 2006 konstant und lag bei etwa 3.500 Personen. Die Dunkelziffer der Neuinfektionen liegt jedoch deutlich höher, da das Virus oft viele Jahre unbemerkt bleibt.

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