Hilfsorganisationen im Kampf gegen HIV/AIDS

Themen & HintergrundinfosHilfsorganisationen: betroffene Regionen stärken

30-11-2015

Die Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit schon seit vielen Jahren aktiv. Denn sie haben früh erkannt, dass die Arbeit gegen die Epidemie wesentlicher Bestandteil von Hilfsprojekten sein muss, wenn langfristige Änderungen angestrebt werden sollen. Verschiedene Projekte tragen weltweit dazu bei, die negativen Folgen der Erkrankung einzudämmen und Neuinfektionen zu verhindern.

Informationskampagnen

In den Gebieten, in welchen viele Menschen zum Arbeiten in andere Länder migrieren, steigen auch die HIV-Infektionen an. So suchen beispielsweise in Indien viele Menschen aus Nepal und anderen Ländern Süd- und Südostasiens Arbeit. Da Indien eine der höchsten HIV-Raten in Asien aufweist und die Arbeitsmigranten oft nicht wissen, wie sie sich vor sexuellen Krankheiten schützen können, übertragen sie, einmal infiziert, den Erreger weiter an ihre Frauen. AIDS-Aufklärungskampagnen unter den Wanderarbeitern sollen die grassierende Pandemie stoppen.

Die Aufklärungskampagnen werden mit unterschiedlichen Medien umgesetzt, um möglichst viele Menschen auch in abgelegenen Gebieten zu erreichen. In den meisten Ländern senden Radiostationen regelmäßig Anti-AIDS-Spots. Ausstellungen, aber auch Straßentheater und Musikstücke beschäftigen sich mit dem Thema, um den Menschen die Problematik nahezubringen.

Beratungs- und Behandlungszentren


HIV/AIDS-Gesundheitszentren dienen als Anlaufstelle für betroffene Menschen und ihre Familien. In den Zentren können sich schwangere Frauen kostenlos auf den Erreger testen lassen. HIV-positive Menschen werden kostenlos mit der antiretroviralen Therapie behandelt und medizinisch versorgt, ihre Familien werden beraten und unterstützt. Auch Kondome werden kostenlos verteilt.

In Informationszentren werden Menschen über Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt. Workshops reduzieren Stigmata und Diskriminierung, Patienten und ihre Angehörigen können sich in Selbsthilfegruppen über die Erfahrungen mit der Krankheit und den Umgang mit dieser austauschen. Mobile Teams reisen in abgelegene Gebiete, um dort bei Hausbesuchen Einzelberatungen durchzuführen und um erkrankten Menschen dabei zu helfen, Arbeit zu finden und so wieder Ansehen in der Gemeinschaft zu erlangen.

Ausbildung von Multiplikatoren

Ausgebildete Gesundheitshelfer besuchen Erkrankte und ihre Familien zu Hause und versorgen diese mit Zusatznahrung und Medikamenten. Gleichzeitig geben die Helfer ihr Wissen in der Krankenpflege an Familienangehörige weiter. So können die Patienten von diesen besser gepflegt und die Ansteckungsgefahr verringert werden. In Schulen werden Lehrer über Präventionsmaßnahmen gegen Aids aufgeklärt. Ihr Wissen geben sie dann an Schüler und Eltern weiter.

Auch die traditionelle Solidarität von Familien und Dorfgemeinschaften wird einbezogen. Komitees der Dorfgemeinschaften organisieren Schulungen und unterstützen Familien bei der häuslichen Krankenpflege und der Versorgung von Waisenkindern. Zudem werden das lokale Gesundheitswesen und verschiedene Beratungsstellen im Umgang mit den Betroffenen unterstützt.

Hilfe für AIDS-Waise

Für Kinder, die ihre Eltern an die Immunschwächekrankheit verloren haben, werden Waisenhäuser errichtet. Dort lernen die Kinder, wie Getreide gesät, geerntet, gelagert wird und wie sie anschließend die Überschüsse, die nicht zur eigenen Ernährung gebraucht werden, verkaufen können. Dazu wird intensiv über das Thema HIV/AIDS aufgeklärt.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

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