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AfrikaHIV/AIDS: Situation in der Demokratischen Republik Kongo ist katastrophal

14-04-2014

Die medizinische Versorgung in der Demokratischen Republik Kongo ist sehr schlecht. Viele der Gesundheitseinrichtungen wurden durch den Krieg zerstört. Laut UNAIDS liegt die HIV-Prävalenz der erwachsenen Bevölkerung im Kongo bei über vier Prozent. Die tatsächliche Rate ist aber weitaus höher. Die Menschen wissen nur wenig über Verbreitungswege und Vorsorge vor diesen gefährlichen Krankheiten. HIV-Tests sind so knapp, dass oft nicht einmal Schwangere auf HIV/Aids getestet werden.

action medeor leistet AIDS-Hilfe in der DR Kongo

action medeor hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von HIV/Aids in der Region zu reduzieren und zu bremsen. Trotz der hohen Infektionsrate ist HIV/Aids in der DR Kongo immer noch ein Tabuthema. HIV-positive und aidskranke Menschen werden stigmatisiert und diskriminiert. Oft verlieren sie ihren Arbeitsplatz und sind dann nicht mehr in der Lage, sich und ihre Familie zu ernähren. Die Unwissenheit über HIV/Aids, Präventions- und Übertragungsmöglichkeiten ist groß. Insbesondere Jugendliche sind aufgrund ihres geringen Wissenstandes besonders gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren.

action medeor engagiert sich in Bukavu im Kongo, um eine regelmäßige kostenfreie medizinische Versorgung von 132 HIV-positiven Menschen zu ermöglichen. Die Begleiterkrankungen einer HIV-Infektion werden regelmäßig behandelt und – wenn erforderlich – erhalten die Patienten die antiretrovirale Therapie (ART) sowie psychosoziale Betreuung. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, Transportkosten und mögliche erforderliche Krankenhausaufenthalte werden übernommen. Am öffentlichen Beratungs- und Testzentrum von Pharmakina werden wöchentlich 25-30 Personen beraten und auf HIV getestet.

Eindämmung von HIV/Aids in der DR Kongo

Die Flüchtlingsbewegungen und die Gewalt des Bürgerkriegs haben zur Verbreitung des Virus beigetragen. Es fehlt eklatant an Wissen über die Krankheit und wie man sich vor ihr schützen kann.

Nachdem action medeor zusammen mit dem Projektpartner APED bislang vier HIV-Beratungs- und Testzentren in der Region Kalehe einrichten konnte, unterstützt das neue Projekt die HIV Bekämpfung in drei Gesundheitszonen (Kalehe, Bunyakiri und Minova) durch Aufklärung insbesondere von Jugendlichen und Schwangeren und das Testen auf HIV/Aids mit der entsprechenden Beratung.

In den drei Gesundheitszonen Bunyakiri, Minova und Kalehe wird das Bewusstsein der Menschen für HIV/AIDS gefördert und es wird ihnen die Möglichkeit gegeben, ihr Blut auf Krankheitserreger zu testen. Somit kann sich die Bevölkerung gegen eine weitere Ausbreitung der Krankheit schützen.

Die geplanten Maßnahmen umfassen Aufklärungen auf Gemeindeebene, die Einrichtung des Angebots von Beratung und Testen auf HIV an 15 HIV-Testzentren, die Förderung und Begleitung von Maßnahmen zur Vermeidung der Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind, Einkommen schaffende Maßnahmen für HIV-Betroffene sowie die Verbesserung der sanitären Versorgung.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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