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AfrikaKenia: Erstversorgung für Flüchtlinge

17-06-2014

Zuflucht im Flüchtlingslager Kakuma

Mit einem neuen Gesundheitsprojekt im Nord-Westen Kenias reagieren die Johanniter mit Unterstützung des Auswärtigen Amts auf die angespannte Lage im Nachbarland Südsudan. Seit Dezember 2013 toben dort gewaltsame Konflikte. Mehr als 1,3 Millionen Menschen wurden bislang aus ihren Häusern vertrieben, viele von ihnen flüchten sich über die Grenze nach Kenia. Fast 37.000 Südsudanesen haben bislang im Flüchtlingslager Kakuma Zuflucht gesucht, täglich überqueren weitere Flüchtlinge den Grenzübergang Nadapal. Besonders besorgniserregend ist der Ernährungszustand der ankommenden Flüchtlinge. „Die Anzahl akut unterernährter Kinder ist alarmierend hoch“, schildert Johanniter-Mitarbeiterin Magdalena Kilwing die Lage vor Ort.

Drohende Hungersnot

Durch die Kampfhandlungen konnten die Menschen im Südsudan ihre Felder nicht bestellen, die Vereinten Nationen warnen vor einer schweren Hungersnot in den kommenden Monaten. „Wir überprüfen direkt nach ihrer Ankunft den Ernährungszustand aller Kinder unter fünf Jahren und verordnen bei Bedarf ein therapeutisches Ernährungsprogramm“, erklärt Kilwing die Erstversorgung der Flüchtlinge am Grenzübergang Nadapal.
Die Johanniter behandeln dort Notfälle und akute Krankheiten, verteilen Trinkwasser und impfen Kinder gegen Masern und Kinderlähmung. Insbesondere die frühe Identifizierung möglicher epidemischer Krankheiten ist wichtig, um eine Ausbreitung in die Flüchtlingslager zu verhindern.

Zahl der Flüchtlinge wächst weiter

Im Flüchtlingslager Kakuma erhält ein Gesundheitszentrum dringend benötigte Medikamente und Verbrauchsgüter sowie weitere Unterstützung durch medizinisches Personal. Insbesondere die Mutter-Kind-Station hat zurzeit zu wenig Mitarbeiter und medizinische Materialien, um der wachsenden Zahl der Flüchtlinge gerecht zu werden. Die Johanniter kümmern sich in dem Projekt daher besonders um die Verbesserung der Situation für Schwangere und Mütter mit ihren Kindern. Behinderungen durch Komplikationen bei der Geburt lassen sich mit der verbesserten Geburtshilfe vermeiden.
Im Rahmen des Gesundheitsprojekts unterstützen die Johanniter außerdem mobile Augen- und Zahnkliniken im Flüchtlingslager.

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