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Ein Paket mit Zukunft

CARE historisch CarepaketEin Care-Paket wird heute oft verteilt: Schüler bekommen es mit auf den Klassenausflug, Kranken hilft es bei der Genesung – und immer sind Dinge drin, die der Empfänger gut gebrauchen kann. Dabei können sich viele Menschen in Deutschland noch an eine Zeit erinnern, in der Care-Pakete nicht nur gebraucht wurden, sondern buchstäblich Leben retteten.

Die amerikanische Hilfsorganisation CARE verschickte in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg knapp zehn Millionen Pakete nach Deutschland, die Nahrung, Medikamente und andere Hilfsgüter enthielten. Während der Berliner Luftbrücke 1948/1949 flog CARE pro Tag im Durchschnitt 1000 Pakete in den von der Sowjetunion blockierten Westsektor der Stadt und rettete so die West-Berliner vor dem Verhungern.

Der Name CARE stand damals für „Cooperative for American Remittances to Europe“, aber immer auch schon im buchstäblichen Sinne für „Anteil nehmen“: to care. Seit seinen Anfängen setzt sich CARE für die Ärmsten der Armen ein. Bereits in den 60er Jahren führte CARE als erste Hilfsorganisation gezielt Programme zur medizinischen Grundversorgung durch. Als in den 70ern in Afrika Hungersnöte herrschten, lieferte CARE nicht nur Nahrungsmittel, sondern führte auch Methoden der nachhaltigen Bewirtschaftung von Feldern und Waldgebieten ein. Heute ist CARE eine der weltweit größten privaten Hilfsorganisationen.

Erst für Deutschland, dann in Deutschland

Bis 1960 unterstützte CARE die Menschen in Deutschland. Mit dem Wirtschaftswunder und der Festigung der Demokratie wurde die Bundesrepublik selbst zu einem wohlhabenden Land. So entstand 1980 die Schwesterorganisation CARE Deutschland, um anderen Ländern in Not Unterstützung zu leisten. Unterstützung, die die Menschen im Land selbst noch gut in Erinnerung haben. Seit 2008 arbeitet CARE Deutschland-Luxemburg auch mit einer Dependance im benachbarten Großherzogtum. Nothilfe, Armutsbekämpfung und Advocacy sind die Schwerpunkte der Arbeit. CARE leistet schnelle und wirksame Nothilfe für Menschen, die von Naturkatastrophen, Hungersnöten oder gewaltsamen Konflikten betroffen sind. Ergänzend zur Nothilfe arbeitet CARE auch am Wiederaufbau, um den Betroffenen eine Zukunftsperspektive zu geben.

Armutsbekämpfung ist die zweite Säule der Arbeit von CARE Deutschland-Luxemburg. Dazu gehören Projekte im Bereich Einkommen, Gesundheit, Bildung und Umwelt. Frauen- und Mädchenförderung und die Unterstützung von Minderheiten stehen dabei immer im Fokus. 90 Prozent der weltweit mehr als 14.000 Mitarbeiter sind Ortskräfte. Sie kennen ihr Land, die Menschen und die Herausforderungen an Entwicklungszusammenarbeit aus erster Hand und garantieren für eine ortsgerechte Umsetzung der Projekte.

CARE historischer LastwagenStimme der Armen

Drittens setzt sich CARE als „Stimme der Armen“ für Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung ein. Dazu gehören Advocacy- und Bildungsarbeit, Kampagnen und die Teilnahme an Bündnissen. In Deutschland ist CARE nicht nur Mitglied von Aktion Deutschland Hilft, sondern auch bei „Deine Stimme gegen Armut“, dem Aktionsbündnis „Gemeinsam für Afrika“ und der „Globalen Bildungskampagne“. Für Schulen bietet CARE themenbezogene Aktionen, 2009 dreht sich alles um die Themen Wasser und Ernährung. Aber auch jenseits der Schulpflicht kann man bei CARE mitmachen: Ehrenamtliche CARE-Unterstützer haben sich in sieben deutschen Städten zu Aktionskreisen zusammengetan. Sie informieren über die Arbeit der Organisation und werben um Unterstützung.

Weltweit vernetzt

Neben CARE Deutschland-Luxemburg setzen sich zwölf Schwesterorganisationen aus Europa, Nordamerika, Australien und Asien weltweit im Kampf gegen Armut und für nachhaltige Entwicklung ein. CARE arbeitet in knapp 70 Ländern auf allen Kontinenten. Koordiniert wird die Arbeit durch das CARE International Sekretariat in Genf. Inzwischen stehen die vier Buchstaben für „Cooperative for Assistance and Relief to Everywhere“.

CARE International hat Allgemeinen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft.

CARE Deutschland-Luxemburg ist 2008 mit dem 1. Platz des Transparenzpreises von PriceWaterhouseCoopers ausgezeichnet worden. CARE trägt außerdem für seine sorgfältige Verwendung von Spendengeldern das DZI-Spendensiegel.