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Interviews zum Thema:
Heribert Scharrenbroich zur Lage in Birma/Myanmar
Interview mit Heiner Brand
Zyklon Birma / Myanmar
ADRA verteilt Nahrung und erste Hilfsgüter im Irrawaddy-Delta
Am Donnerstag erreichten die ersten Lastwagen nach achtstündiger Fahrt von Rangun aus die völlig zerstörte Stadt Labutta im Süden des Fluss-Deltas mit 20 Tonnen Nahrungsmitteln. Die in der Stadt ansässigen 20 ADRA-Mitarbeiter (ADRA unterhält hier ein Projektbüro für die Wiederaufbauprogramme nach dem Tsunami von 2004) hatten dort in den letzten Tagen bereits einen Lagerplatz für Nahrungsmittel und drei Verteilstellen eingerichtet, die am Freitagmorgen sofort ihre Arbeit aufnahmen. Durch den Ansturm von Flüchtlingen aus den südlich gelegenen Landesteilen ist die Stadt jedoch völlig überlastet. In 26 Notlagern werden zurzeit etwa 100 000 (nicht bestätigt) Flüchtlinge geschätzt. Dringend werden daher weitere Lieferungen aus Rangun erwartet. ADRA arbeitet hier mit dem World-Food-Program (WFP) der Vereinten Nationen zusammen.
Wegen der Verwüstungen und des dramatischen Trinkwassermangels versuchen tausende von Familien sich weiter in den Norden zu schleppen. Sie sind bisweilen so entkräftet, dass wegen Erschöpfung, Verletzung und Erkrankung stündlich weitere Tote zu beklagen sind.
Der nächste Zufluchtsort in dieser Gegend ist für sie die Stadt Myaungmya, etwa 70 Kilometer nördlich. Hier sind inzwischen 10 000 Menschen in13 Flüchtlingslagern aufgenommen worden. ADRA hat in Myaungmya sein Hauptbüro für diesen Landesteil auf einem größeren Grundstück, auf welchem die Adventistische Freikirche ein College mit etwa 400 Schülerinnen und Schülern sowie ein Kinderheim mit 42 Findelkindern unterhält. Aufgrund der stabileren Bauweise der Gebäude sind weder Tote, Verletzte noch wesentliche Sachschäden zu vermelden. Von hieraus sollen daher die weiteren Hilfsmaßnahmen gesteuert werden. Vor allem wird in den kommenden Tagen der Zustrom weiterer Flüchtlinge erwartet, auf den sich die ADRA-Mitarbeiter bereits einstellen, denn alle wurden aus ihren laufenden Projekten abgerufen, um bei der Bewältigung der Katastrophe mitzuhelfen.
Als dringendster Bedarf wird weiterhin gemeldet:
1. Trinkwasser
2. Reis
3. Feldküchen zur Bereitung von Mahlzeiten
4. Proteinreiche Bisquits
5. Basismedikamente und Seren – Tetanus
6. Medizinische Verbrauchsartikel – Spritzen, Verbandsmaterial
7. Abdeckplanen als Bedachung und Regenschutz für die Flüchtlinge
8. Wasserbehälter aus Kunststoff
ADRA wird diese Waren in lokaler Nähe - im Lande und in den Nachbarstaaten beschaffen. Wenn der Bedarf dort nicht zu decken sein sollte, wird der Bezugskreis sinnvoll erweitert. ADRA beachtet gemeinsam mit anderen Organisationen die Entwicklung der Marktpreise und wird entsprechend umsichtig reagieren.
Dringendste Hilfe sind momentan die Spenden – ohne diese Unterstützung kann wirklich nicht geholfen werden. Daher bittet ADRA im Verbund mit Aktion Deutschland Hilft um eine Spende.
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