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Einsatzgebiet Sudan/Tschad

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Afrika

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Sudan

Einwohnerzahl 39,4 Mio. (82,5 Mio.*)
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 93 US$ (34.870 US$)
Alphabetisierungsrate 61% (99%)
Lebenserwartung 57 Jahre (79 Jahre)
Kindersterblichkeitsrate 90 von 1000 (5)
Ärzte pro 100.000 Einwohner 22 (337)
HIV/Aids 1,6% (0,1%)
Zugang zu Trinkwasser 70% (100%)

*In Klammern deutsche Vergleichsdaten
Quellen: Fischer Weltalmanach 2008, WHO

Tschad

Einwohnerzahl 9,7 Mio. (82,5 Mio.*)
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 458 US$ (34.870 US$)
Alphabetisierungsrate 47,5 % (99%)
Lebenserwartung 44 Jahre (79 Jahre)
Kindersterblichkeitsrate 208 von 1000 (5)
Ärzte pro 100.000 Einwohner 18 (337)
HIV/Aids 3,5 % (0,1%)
Zugang zu Trinkwasser 42% (100%)

*In Klammern deutsche Vergleichsdaten
Quellen: Fischer Weltalmanach 2008, WHO

Vergessene Katastrophen:

Die Krise in Darfur (West-Sudan) gilt als eine der gegenwärtig schlimmsten Katastrophen weltweit. 2,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht und leben in riesigen Camps oder überfüllten Kleinstädten. Die Gewalt hält an, und die Flüchtlingszahlen steigen weiter – jeden Monat kommen tausende hinzu. In Darfur sind über zwei Millionen Flüchtlinge – ein Drittel der Gesamtbevölkerung – in Camps und kleineren Städten untergekommen. Im benachbarten Tschad leben 250.000 Menschen in Flüchtlingslagern. Insgesamt vier Millionen Menschen sind auf die Versorgung durch Hilfsorganisationen angewiesen. Inzwischen greift der Konflikt auch zunehmend direkt auf den Tschad über.

Aktion Deutschland Hilft vor Ort:

HELP kümmert sich um den Aufbau der Trinkwasserversorgung in Flüchtlingslagern im Tschad und betreibt Gesundheitsprogramme. Seit März 2006 führt HELP die gesamte Sanitär- und Gesundheitsvorsorge für Am Nabak.

Dort unterstützt die Organisation Latrinenbau, Hygienekurse, ganzheitlich gesundheitliche Aufklärung und Malariabekämpfung. Zudem wird der OP-Bereich des einzigen Krankenhauses mit OP-Saal in Abéché maßgeblich durch HELP vorangetrieben. Das Hospital ist für die gesamte Region und für die Flüchtlingslager im Ost-Tschad und an der Grenze zum Darfur zuständig: Das Einzuggebiet umfasst somit mehr als 2 Millionen Menschen. Die Ausstattung für den OP-Bereich ist Ende Dezember 2006 im Tschad angekommen.

CARE versorgt die Bevölkerung im Osten des Landes mit Saatgut, Werkzeugen, Non Food Items und Energiespar-Öfen. Im Südost-Tschad führt die Organisation Hygienemaßnahmen für interne Vertriebe durch. Im Süden des Landes engagiert sie sich bei der Versorgung mit Trinkwasser und Hygieneartikeln für Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik.

Die Malteser betreiben im Süd-Sudan und in El Fasher (Darfur) Gesundheitsprojekte Dazu zählen Maßnahmen wie Schulungen für Gesundheitspersonal, Gesundheitsaufklärung, Impfkampagnen, Routineimpfungen für Schwangere und Kinder sowie Vor- und Nachsorgeuntersuchungen für Schwangere. Sie unterstützen zudem eine Laborschule in Rumbek (Süd-Sudan).

World Vision unterstützt 15 Dörfer im Westen des Tschad und 42 Dörfer im Süden bei der Verbesserung ihrer Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung, bei landwirtschaftlichen Projekten und beim Aufbau von Dorfschulen. Im südlichen Darfur versorgt World Vision fast 300.000 Menschen mit Nahrungsmitteln aus dem UN-Welternährungsprogramm und hat in den vergangenen vier Jahren trotz großer Sicherheitsprobleme kontinuierlich daran gearbeitet, vor allem für Mütter und Kinder das Leben in den Flüchtlingslagern erträglicher zu machen. Viele Kinder wurden erstmals in ihrem Leben gegen Krankheiten geimpft, lernten lesen und schreiben und konnten in eigens für sie eingerichteten Räumen spielen, während die Mütter im Frauenzentrum Matten webten oder nähten.

Die Johanniter haben in den vergangenen vier Jahren in den sudanesischen Städten Nyala, Kass und Ed El Fursan die Krankenhäuser saniert und mit Medikamenten und medizinischen Geräten ausgestattet. Seit Oktober 2006 läuft ein Programm der Johanniter zur Verbesserung der basismedizinischen Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen des Süd-Darfur. Außerdem versorgen die Johanniter die Menschen in vier Flüchtlingscamps im Süden des Tschad mit lebensnotwendigen Basismaterialien wie Decken, Moskitonetzen und lokal gefertigten Rollstühlen. Auch action medeor sendet regelmäßig Medikamente und medizinisches Equipment, die in den Ambulanzstationen der Auffanglager El Sereif, Otash und Al Salam zum Einsatz kommen.