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Audiobericht aus der DR Kongo
Interview: Christoph Ruhmich berichtet direkt aus der DR Kongo
Augenzeugenbericht:
Die Lage im Land - aus Sicht von Martine
Afrika
Afrika

| Einwohnerzahl | 60 Mio. (82,5 Mio.*) |
|---|---|
| Bruttoinlandsprodukt pro Kopf | 93 US$ (34.870 US$) |
| Alphabetisierungsrate | 67% (99%) |
| Lebenserwartung | 44 Jahre (79 Jahre) |
| Kindersterblichkeitsrate | 205 von 1000 (5) |
| Ärzte pro 100.000 Einwohner | 11 (337) |
| HIV/Aids | 3,2% (0,1%) |
| Zugang zu Trinkwasser | 46% (100%) |
*In Klammern deutsche Vergleichsdaten
Quellen: Fischer Weltalmanach 2008, WHO
Vergessene Katastrophen:
Mädchen und Frauen sind die Hauptleidtragenden jener bewaffneten Konflikte, die auch nach dem offiziellen Ende des zweiten Kongo-Krieges in einigen Regionen des Landes zum Alltag gehören. Speziell in der Provinz Südkivu kommt es regelmäßig zu grausamsten Misshandlungen und Massenvergewaltigungen. Dabei handelt es sich nicht immer nur um sexuelle Vergewaltigungen – häufig werden Gegenstände wie Holzknüppel oder Gewehrläufe benutzt, um die Frauen zu erniedrigen. Das Martyrium hat damit aber oftmals noch kein Ende genommen: In vielen Fällen werden die Opfer nach der Vergewaltigung von ihren Ehemännern verstoßen.
Aktion Deutschland Hilft vor Ort:
Die Malteser sind in den Regionen Bukavo/Süd Kivu, Ituri und Haute Uélé tätig und führen u.a. Gesundheitsprojekte und Projekte zur psycho-sozialen Betreuung für Opfer sexueller Gewalt durch. Außerdem unterstützen sie den Aufbau von Straßen, Brücken, Flugpisten und Schulen und beraten Gesundheitseinrichtungen. Seit 2004 konnten die Malteser in der Region Süd Kivu über 36.000 Vergewaltigungsopfer betreuen; 2008 werden über 5000 weitere dazukommen.
Auch CARE unterstützt Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Dazu gehören Advocacy-Projekte, um die Rechte von Frauen zu stärken, aber auch Kleinkredit-Projekte und der Ausbau der medizinischen Versorgung. Seit Januar 2008 unterstützen die Johanniter Krankenhäuser, in denen auch vergewaltigte Frauen betreut werden. So wird zum Beispiel das Personal in der medizinischen und psychosozialen Betreuung von Opfern sexueller Gewalt geschult.
Seit 2005 führt action medeor gemeinsam mit dem sozial engagierten Pharmaunternehmen Pharmakina ein HIV/Aids-Diagnose- und Therapie-Projekt durch. Das Projekt umfasst die kostenfreie regelmäßige medizinische Versorgung und psycho-soziale Begleitung von 130 HIV-positiven Menschen aus Bukavu und Umgebung. Dies beinhaltet regelmäßige Kontrolluntersuchungen, psycho-soziale Beratung sowie alle Medikamente gegen opportunistische Infektionen sowie die antiretrovirale Therapie.
World Vision kümmert sich derzeit um elementare Bedürfnisse vertriebener Familien in Nord-Kivu. Im Januar erhielten beispielsweise 6000 Familien Pakete mit Decken, Kleidung für Kinder, Wasserkanistern, Schutzplanen und Seife, die das Auswärtige Amt finanzierte.
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