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Radiobeitrag:
Ein Arzt kämpft gegen den Hunger
Flüchtlinge Kongo
Malteser weiten Hilfsmaßnahmen aus
Die Malteser versorgen mehr als 48.000 Binnenflüchtlinge im Ostkongo mit Nahrungsmitteln.
„Wir erreichen jetzt deutlich mehr Menschen“, freut sich Dennis Müller, der die Projekte im Kongo von Deutschland aus betreut. „Die Menschen mussten vor den Kämpfen zwischen der Regierungsarmee und den Rebellen fliehen und trauen sich trotz des Waffenstillstandes noch nicht, in ihre Dörfer zurückzukehren“, so Müller. „Viele der Vertriebenen haben ihre Familie, ihr Haus und ihr gesamtes Hab und Gut verloren und sind dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.“
Die Malteser verteilen daher mehr als 500 Tonnen Mais, Gemüse, Öl und Salz in der Region Minova. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen finanziert die Nahrungsmittel - wie bereits im November als 30.000 Binnenflüchtlinge Hilfe erhielten.
Auch in einer zweiten Krisenregion im Nordosten des Kongos sind die Malteser aktiv: Heute startet ein Hilfsflug von Arua (Uganda) in die von den Rebellen der ugandischen Lord’s Resistance Army (LRA) geplünderte und zerstörte Stadt Faradje. Bei ihrem Überfall hatten die Rebellen das Krankenhaus der Stadt niedergebrannt und den Arzt des Hospitals getötet. Auch die anderen Gesundheitseinrichtungen in Faradje wurden geplündert oder gar komplett zerstört.
Mit Unterstützung durch die Europäische Union liefert Malteser International nun 2,5 Tonnen Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial, so dass das verbliebene Gesundheitspersonal die zahlreichen Verletzten behandeln und die Gesundheitsversorgung nach und nach wieder aufbauen kann. Weitere Hilfsmaßnahmen in der Region werden zurzeit vorbereitet.
Achtung Redaktionen: Dennis Müller, Kongo-Experte von Malteser International, steht für Interviews zur Verfügung. Vermittlung: 0221/9822-125
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