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Erdbeben Chile
World Vision beginnt mit umfangreichen Hilfsmaßnahmen
Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision hat in Chile mit umfangreichen Hilfsaktionen auch in den am schwersten betroffenen Gebieten Bio Bio und Maule begonnen. Nachdem Mitarbeiter zuvor die Region per Hubschrauber abgeflogen waren, um den Bedarf festzustellen, begannen sie mit der Verteilung von Plastikplanen, Decken, Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Windeln in der schwer getroffenen Stadt Dichato.
Paula Saez, World Vision-Sprecherin in Chile erklärt: „Dichato ist doppelt betroffen. Zunächst wurde der Ort vom Erdbeben beschädigt. Was das Beben nicht zerstörte, erledigte anschließend der Tsunami. Es gibt dort absolut nichts mehr. Überall riecht es nach Tod, tote Hunde verwesen auf offener Straße, überall liegt Müll herum. Es ist niederschmetternd.“
Ein Überlebender erzählte der Mitarbeiterin von World Vision: „So etwas wünsche ich nicht mal meinem schlimmsten Feind. Ich war gerade bei meiner Großmutter, als die Erde anfing zu beben. Wir rannten aus dem Haus, als die Tsunami-Wellen schon heranrollten. Eine Frau, die neben mir lief, habe ich versucht, an der Hand zu greifen und mitzuziehen, aber die Welle hat sie weggerissen. Ich habe sie nicht mehr gesehen. Meine Großmutter und ich haben überlebt.“
In manchen Städten im Erdbebengebiet haben die Überlebenden nur eine einzige Wasserquelle. Viele Familien verbringen aus Angst vor Nachbeben weiterhin die Nächte auf offener Straße. Viele Kinder sind sehr verängstigt. Sie brauchen besonderen Schutz.
World Vision hat weitere Lastwagen mit Hilfsgütern von Santiago de Chile auf den Weg geschickt. Auch die Errichtung von Kinderschutzzentren ist in Planung. „Die Menschen hier brauchen alles. Zelte, Decken, Nahrungsmittel – einfach alles“, betont Saez.
Bereits seit dem Wochenende hilft die Kinderhilfsorganisation Erdbebenopfern in Santiago de Chile. Einige kleinere Lager mit Hilfsgütern gab es auch in der Gegend um Concepción. Das Material wurde sofort nach der Katastrophe in der Region verteilt. World Vision arbeitet eng mit dem Notstandsbüro der chilenischen Regierung zusammen.
World Vision engagiert sich seit 30 Jahren in Chile mit langfristigen Projekten. Etwa 100 Mitarbeiter kümmern sich in den ärmsten Regionen des Landes um Hilfe zur Selbsthilfe. Viele der Projekte befinden sich in der Gegend um Concepción in ländlichen Regionen.
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