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Schlaglichter der Woche

Malaria

Untersuchung eines Babys2,7 Milliarden Menschen weltweit sind von Malaria bedroht. Mindestens eine Million Menschen sterben jedes Jahr an der Krankheit. Bei weiteren zwei Millionen ist Malaria einer von mehreren Faktoren, die zum Tode führen.

Und oft trifft die Krankheit die Ärmsten und Schwächsten. In 80 Prozent der Fälle sind es Kinder im subsaharischen Afrika, die der Krankheit erliegen.

Infektionswege von Malaria: Ein Stich genügt

Malaria wird über Stiche der weiblichen Anopholes-Mücke übertragen. Wenn die Mücke eine bereits infizierte Person sticht, kann sie schon mit einem kleinen Teil des Blutes des Infizierten den Parasiten an ihr nächstes Opfer weitergeben. Die Parasiten vermehren sich in der Leber und können ohne Behandlung zum Versagen anderer lebenswichtiger Organe und dem Tod führen.Gefährdet sind besonders Kinder und schwangere Frauen. Ihr Immunsystem kann sich nur schlecht gegen die Erreger zur Wehr setzen, wodurch diese sich ungehindert im Körper ausbreiten können.

Verbreitung von Malaria: Die Tropenkrankheit

Junge im KrankenhausGerade da, wo die Sonne am heißesten glüht, ist Malaria am Stärksten verbreitet. In den tropischen Ländern nahe des Äquators findet die Anopheles-Mücke die besten Möglichkeiten sich zu vermehren. Auch die Malaria-Parasiten, die diese Mückenart als Wirt benutzen, können sich durch das warme und feuchte Klima besonders zahlreich entwickeln. Durch diese fatale Kombination und die leichte Übertragbarkeit durch Mückenstiche konnte sich Malaria in nahezu allen tropischen Ländern ausbreiten.

Vermeidung von Infektionen: Kleine Mittel, große Wirkung

In den betroffenen Regionen müssen sich die Menschen vor allem durch passende Kleidung, Mosikotnetze und Insekten abwehrende Stoffe gegen die Malaria-Mücken schützen. Diese Vorbeugemaßnahmen können leider nur allzu selten wahrgenommen werden. Nur die wenigsten der Kinder bis zum Alter von fünf Jahren schlafen nachts unter einem Insektennetz; gerade dann, wenn die Mücken am Aktivsten sind. Malaria-Medikamente, die vorbeugenden Schutz bringen könnten, sind für die in den ärmsten Regionen der Welt Lebenden nur schwer zu bezahlen.

Bekämpfung von Malaria: Bereits wenige Euro helfen

Malaria kommt besonders in den ärmsten Regionen der Erde vor. Oft mangelt es den dort lebenden Menschen an einer ausreichenden und gesunden Ernährung, guten hygienischen Bedingungen und Zugang zu Medikamenten. Diese Faktoren begünstigen die Verbreitung von Malaria noch zusätzlich. Hilfsorganisationen kümmern sich einerseits um die akute Behandlung der Krankheit, anderseits aber auch um eine nachhaltige Krankheits-Vorbeugung. Hierbei können schon kleine Beträge viel bewirken: Die Behandlung eines erkrankten Kindes kostet nur wenige Euro.

Projekte der Bündnispartner: Stark machen gegen Malaria

Die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft haben für die Bekämpfung der Krankheit in der Vergangenheit zahlreiche Projekte durchgeführt.

Untersuchung eines JungenSo startete das Medikamenten-Hilfswerk Action Medeor die Aktion „1 Euro gegen Malaria“, bei der eingehende Spenden ausschließlich in die aktive Bekämpfung der Krankheit fließen. Auch die Hilfsorganisation HELP engagiert sich in mehreren Ländern Afrikas, wie Niger und Burkina-Faso, um die medizinische Versorgung von Kindern zu verbessern, die an Malaria leiden. Die Johanniter-Unfallhilfe hilft im Tschad mit einem Malariaprojekt über 100.000 Malariapatienten. Care Deutschland-Luxemburg kümmert sich besonders in Sambia um die Versorgung von Malaria-Infizierten. Die Auslandshilfe des Arbeiter-Samariter-Bundes unterhält eine Gesundheitsstation in Gambia, die sich besonders der Behandlung von Malaria und anderen Infektionskrankheiten widmet. Auch ADRA Deutschland gewährleistet im südostafrikanischen Mosambique mit dem Projekt „Gemeinsam gegen Malaria“ die Behandlung von Malariapatienten - in einer mehr als 1,5 Millionen Menschen umfassenden Region.

Malteser International kümmert sich besonders um die Malaria-Prävention. Entbindenden Müttern werden in einem Krankenhaus in der Demokratischen Republik Kongo Moskitonetze für den Schutz ihrer Neugeborenen zur Verfügung gestellt. Den Müttern werden zudem Seminare angeboten, in denen einfache Maßnahmen zur Verhinderung von Malaria-Infektionen vorgestellt werden. Die Mitgliedsorganisation AWO International rief in Indien nach dem Tsunami im Jahr 2004 ein pädagogisches Theaterprojekt ins Leben, das der lokalen Bevölkerung in spielerischer Art und Weise die Möglichkeiten zum Schutz vor Infektionskrankheiten aufzeigte.

Die Arbeit der Mitgliedsorganisationen zeigt, wie wichtig die Arbeit in den Malariagebieten ist. Bereits mit kleinen Spenden kann vielen Menschen geholfen werden - damit es immer seltener zum entscheidenden Stich kommt.