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Schlaglichter der Woche
Kinder im Kriegseinsatz

Weltweit werden bis zu 300.000 Kinder als Soldaten eingesetzt, in Ländern wie Kolumbien, Nepal, Sri Lanka, Sudan, Tschad und Uganda. Viele werden von Regierungs- oder Rebellentruppen entführt und zwangsrekrutiert, andere mit einem geringen Sold und falschen Versprechungen gelockt. Manche Kinder melden sich aber auch freiwillig, da sie sich für die Ermordung von Familienangehörigen rächen wollen. Häufig werden die Kinder als Minenleger oder -sucher eingesetzt – und sind damit natürlich einem erhöhten Risiko ausgesetzt, schwer verletzt oder getötet zu werden.
CARE betreibt in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad, zwei Therapie- und Ausbildungszentren für ehemalige Kindersoldaten. Insgesamt haben an diesen beiden Orten 91 Kinder im Alter zwischen 10 und 18 Jahren Zuflucht gefunden, 78 weitere konnten in Gastfamilien vermittelt werden. Ziel der Zentren ist es, den jungen Menschen mit Hilfe von Schul- und Ausbildungsprogrammen eine aussichtsreiche Perspektive für das künftige Leben aufzuzeigen.
In Uganda engagiert sich neben World Vision auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) für ehemalige Kindersoldaten. Diese gehören neben minderjährigen Heimkehrern aus Flüchtlingscamps sowie Waisen zur Zielgruppe eines „Comprehensive-Integration-Programme“. Die psychosoziale Betreuung der zum Teil schwerst traumatisierten Kinder gehört dabei genauso zum ASB-Repertoire wie kreative Workshops oder Kampagnen zu Gesundheitsthemen wie HIV/Aids.
Seit dem 12. Februar 2002 verbietet ein Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention den gewaltsamen Militäreinsatz von Kindern unter 18 Jahren. An diesem Tag wird seitdem an den Einsatz von Kindersoldaten erinnert.
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