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Klimawandel & Nothilfe - Studie
Klima-Katastrophen und Vertreibung aus Städten

Naturkatastrophen wie Stürme und Überflutungen werden künftig Millionen von Menschen zum Umsiedeln zwingen. Das prophezeit der neue Bericht „Planet Prepare“, den die internationale Hilfsorganisation World Vision heute in Bangkok veröffentlicht hat.
In dem 124-seitigen Bericht werden die verheerenden Folgen des Klimawandels für Küsten, Deltaregionen und Pazifikinseln beschrieben. Der deutsche Autor, Johannes Lütz, weist darauf hin, dass es dringend notwendig ist, in den nächsten Jahren die Küstenbewohner besser vor Überflutungen und Stürmen zu schützen.
„Wir können nicht mehr verhindern, dass Klima-Katastrophen in Zukunft häufiger und heftiger auftreten als bisher. Wir können uns aber besser auf sie vorbereiten.“
Rund ein Zehntel der Weltbevölkerung lebt innerhalb von zehn Metern oberhalb des Meeresspiegels in der Nähe von Küsten. Da schon durch einen moderaten Anstieg des Meeresspiegels die sogenannten „Jahrhundertfluten“ drastisch an Häufigkeit zunehmen, sind Millionen von Küstenbewohnern in höchstem Maß gefährdet.
Insbesondere Menschen in „Megacities“ wie Jakarta, Bombay, Dhaka und Manila müssen in den nächsten Jahren damit rechnen, dass sie zunehmend mit heftigen Regenfällen, Stürmen und Überschwemmungen konfrontiert sein werden. Evakuierungen, wie sie sich jüngst in New Orleans und anderen Orten der US-Küste auf spektakuläre Weise abgespielt hat, könnte es künftig sehr viel häufiger geben.
Und für einige der kleinen Inseln im Pazifik ist es bereits bittere Realität. Hier werden Menschen vom Wasser zurückgedrängt und zum Umsiedeln gezwungen. von der Weltöffentlichkeit nahezu unbemerkt ab.
„Die Katastrophen lassen sich selbst durch eine enorme Reduzierung der Treibhausgase nicht mehr vermeiden“, betont Johannes Lütz. Die Entwicklung ist unumkehrbar.“
Seine Schlussfolgerungen in „Planet Prepare“ zieht Johannes Lütz aus der wissenschaftlichen Betrachtung von Naturkatastrophen in den zurückliegenden zwanzig Jahren und aus persönlichen Begegnungen mit Menschen in Asien. Er reiste in Länder wie Bangladesch, Papua Neuguinea und Indonesien und sprach auch mit Bewohnern von Pazifik-Inseln, die langsam im Meer versinken. Der Anstieg des Meeresspiegels hat in vielen Regionen bereits dazu geführt, dass Küstenlinien landeinwärts verlegt wurden.
Die wichtigste Erkenntnis für Hilfsorganisationen wie World Vision ist: Obwohl es zu einer Verringerung der Treibhausgase keine Alternative gibt, bedarf es einer klugen und rechtzeitigen Katastrophenvorbereitung.





