Klimawandel & Nothilfe
CARE zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August: „Helfen hat viele Gesichter“

Im Flüchtlingscamp Dadaab unterstützen 1.600 Flüchtlinge die Nothilfe von CARE
Anlässlich des Internationalen Tages der humanitären Hilfe erinnert die Hilfsorganisation CARE daran, dass Nothelfer in Krisen- und Katastrophengebieten der Welt nicht nur einfliegen, wenn es brennt, sondern größtenteils seit Jahren vor Ort arbeiten oder sogar selbst von der Krise betroffen sind.
In Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt, sind zahlreiche Flüchtlinge selbst zu Helfern geworden: Sie wurden in Dadaab groß und leben auch fast 20 Jahre nach der Entstehung der Camps immer noch dort. Fatuma Adan Mohammed, eine dieser 1.600 „Flüchtlingsnothelfer“, die für CARE arbeiten, unterstützt Opfer sexueller Gewalt darin, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. „Ich bin hier selbst als Flüchtling hergekommen. Aber heute bin ich gleichzeitig Flüchtling und Nothelferin“, sagt sie.
„Fatumas Geschichte steht exemplarisch für hunderttausend andere betroffene Menschen, ohne deren Mithilfe wir unsere Arbeit vor Ort gar nicht stemmen könnten“, betont Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. „Heute denken wir an sie und all unsere anderen, größtenteils einheimischen Kollegen, die jeden Tag aufs Neue beweisen, dass Helfen viele Gesichter hat.“
Von den etwa 12.000 CARE-Mitarbeitern weltweit sind über 95 Prozent lokale Kräfte. „Sie kennen ihr Land, sprechen die Sprachen und sind häufig bereit, auch weit entfernt von ihren Familien unter schwierigsten Sicherheitsbedingungen zu arbeiten“, erinnert Dr. Anton Markmiller. „Ich habe das schon häufig mit eigenen Augen gesehen: Ob es unsere Ingenieure, Fahrer, Sozialarbeiter, Buchhalter oder Projektmanager sind: Alle tragen ihren Teil dazu bei, dass die Projekte von CARE so vielen Menschen wie möglich zugute kommen.“
Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, war kürzlich in Dadaab, um sich einen Eindruck von den Hilfsmaßnahmen zu verschaffen. „Minister Niebel wurde von unseren kenianischen Kollegen durch die Verteilungsstellen von Nahrungsmitteln geführt und zeigte sich beeindruckt von der Logistik der Hilfe. Wir wünschen uns zum Tag der humanitären Hilfe, dass die Bundesregierung ihre Unterstützung für Dadaab und andere Krisengebiete weiterhin aufrecht erhält und damit Fatuma und all den anderen Helfern das Fundament für ihre tägliche Arbeit bereitet“, so CARE-Hauptgeschäftsführer Dr. Anton Markmiller.
Hintergrund: Die Vereinten Nationen und internationale Hilfsorganisationen veranstalten in diesem Jahr zum dritten Mal den Welttag der humanitären Hilfe (World Humanitarian Day). Am 19. August 2003 wurde das Büro der Vereinten Nationen in Bagdad angegriffen. 22 Menschen starben, darunter auch der UN-Menschenrechtskommissar Sergio Vieira de Mello.
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