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Klimwandel & Nothilfe
Ergebnis von Kopenhagen beeinflusst humanitäre Hilfe

Am 7. Dezember beginnt die mit Spannung erwartete elftägige UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Bis zum 18. Dezember werden die Regierungsvertreter aus 192 Staaten in der dänischen Hauptstadt über den Klimaschutz diskutieren. Das bisherige Kyoto-Protokoll, das erste völkerrechtlich bindende Klimaabkommen, bedarf einer dringenden Erneuerung.
Auch auf der 15. Weltklimakonferenz wird es um das gleiche Thema gehen: Die globale Erderwärmung stellt die Menschen vor eine große Herausforderung. Es ist jedoch auch eine humanitäre Herausforderung: Dürren, Überschwemmungen, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit – schon jetzt sind viele Menschen in den Entwicklungsländern direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen.
Das Ansteigen des Meeresspiegels, ausgelöst durch die Erwärmung – diese hervorgerufen durch den steigenden CO²-Ausstoß insbesondere der Industrieländer, lassen bereits jetzt kleine Inseln und Küstenstreifen verschwinden. Der Präsident der maledivischen Inselgruppe erwägt eine Evakuierung der gesamten Bevölkerung: 300.000 Menschen müssten dabei umgesiedelt werden. Auch die Intensität der Tropenstürme nimmt zu. Es trifft vor allem die asiatischen Länder, aber auch Lateinamerika ist mit dieser Art von Katastrophe konfrontiert. Während Ende September dieses Jahres Tausende Menschen in einer Region Kenias wegen fehlendem Niederschlag und damit ausbleibenden Ernten hungerten, versanken andere Teile des Landes aufgrund sintflutartiger Regenfälle im Wasser.
Die existenziellen Bedürfnisse wie der Zugang zu Wasser sowie Nahrungsmittelsicherung ist für Millionen von Menschen in ärmeren Ländern aufgrund der Klimaveränderungen gefährdet. Die Industriestaaten sind vorwiegend die Verursacher des Klimawandels. Nun ist es Zeit, Verantwortung zu übernehmen.
Viele Naturkatastrophen sind sogenannte „man-made disaster“ – Katastrophen die auf Klimaveränderungen aus „Menschenhand“ zurückzuführen sind, hauptsächlich ausgelöst durch den hohen Energieverbrauch der Industrieländer. Wie bekommt man die Industrienationen und Länder des Südens, die nur im geringen Maße zu der Klimaveränderung beigetragen haben, aber am schlimmsten mit den Folgen zu kämpfen haben, an einen Tisch? Nicht zu vergessen die Schwellenländer wie Brasilien oder China. China ist längst kein Entwicklungsland mehr –, strebt das Land jedoch das gleiche Niveau eines Industrielandes an, hätte dies eine starke Auswirkung auf den Klimawandel.
Diesen Herausforderungen müssen sich die Staatschefs der teilnehmenden Länder in Kopenhagen stellen. Die internationalen Vertreter der Weltbevölkerung müssen zu Ergebnissen kommen, die sowohl für die Staaten als auch für die Unternehmen bindend sind. Nur so besteht eine Aussicht auf eine klimafreundliche Zukunft.
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