Armut
Grafik zum Thema:
Grafik: Der Kreislauf der Armut
Kurzinfo: Armut – Zahlen und Fakten
- Mehr als eine Milliarde Menschen sind weltweit von extremer Armut betroffen
- 1,25 Dollar: von der Weltbank festgelegte Grenze der extremen Armut
- Millenniumsziel 1: Bekämpfung von extremer Armut und Hunger weltweit
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Fotostrecke: Armut
Kurzinfo: Internationale Tage
- 17. Oktober: Welttag für die Beseitigung der Armut
Armut
Der Teufelskreis der Armut

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit sind extrem arm. Die Weltbank hat die Armutsgrenze auf 1,25 Dollar am Tag festgelegt. Betrachtet man Ursachen und Folgen der Armut näher, fällt auf, dass die Ursachen der Armut oft gleichsam Folgen der Armut sind – und umgekehrt. Die vielfältigen, vielschichtigen Faktoren der extremen Armut bedingen sich gegenseitig und formen einen Kreislauf, aus dem die Menschen in den allermeisten Fällen nicht ausbrechen können.
Einkommen, Wirtschaft und Gesundheit – drei Faktoren im Kreislauf der Armut
Armut und Einkommen
Armut wird in erster Linie am Einkommen eines Menschen festgemacht. Wer wenig oder gar nichts verdient, lebt am äußersten Rand des Existenzminimums. Es fehlt oft am Allernötigsten, an Nahrung, an medizinischer Versorgung, an Geld für die Schulbildung der Kinder. Schulmaterial ist oft teuer, die Wege zur Schule sind in vielen Regionen in Entwicklungsländern, wo die extreme Armut besonders hoch ist, weit. Auch sehen viele Eltern den Nutzen einer Schulbildung ihrer Kinder nicht, denn Bildung kann zwar auf lange Sicht gesehen dabei helfen sich aus der Armut zu befreien, hat in akuter alltäglicher Not jedoch für viele keinen Stellenwert. Anstatt zur Schule zu gehen sollen die Kinder darum vielfach selbst etwas zum Lebensunterhalt beitragen und arbeiten gehen.
Doch Grundbildung ist ein entscheidender Faktor dafür, ob ein Mensch einer produktiven Arbeit nachgehen kann. Menschen, die keine Ausbildung erhalten, haben enorme Schwierigkeiten, sich auf dem Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Auch Analphabetismus ist ein bedeutender Faktor für die Armut. Von mangelnder Bildung bedingte geringe Produktivität hat wiederum ein geringes Einkommen zur Folge. So beginnt der Kreislauf von Neuem und wird oft von Generationen zu Generationen weitergetragen. Der Geldmangel ist Ursache und Folge der Armut und das erste Rad im Teufelskreis.
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