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Epidemie fordert immer mehr Opfer – Regierung ruft den Notstand aus

Cholera in Simbabwe: HELP ruft dringend zu Spenden auf

Bonn/Harare: Angesichts der immer dramatischeren Ausmaße der Cholera-Epidemie in Simbabwe ruft die Hilfsorganisation HELP – Hilfe zur Selbsthilfe nochmals dringend zu Spenden auf. Nach inoffiziellen Quellen sind bisher fast 1.000 Menschen an der Krankheit gestorben, mehr als 10.000 Menschen sind erkrankt.

 

Die simbabwische Regierung hat gestern den Notstand ausgerufen und das Ausland um Hilfe gebeten. Selbst im benachbarten Südafrika sind bereits 6 Menschen gestorben.

„HELP wird in den kommenden Tagen seine Aktivitäten im Gesundheitssektor weiter verstärken. Wir müssen nun dringend Krankenhäuser und Gesundheitstationen in Simbabwe mit Medikamenten und Hygieneartikeln zur Bekämpfung der Cholera versorgen. Auch Wasserreinigungstabletten werden in den betroffenen Bezirken an die Bevölkerung verteilt,“ sagt die HELP-Geschäftsführerin Karin Settele. „Wenn wir und andere Hilfsorganisationen nicht schnell handeln, ist mit tausenden von Toten in den nächsten Wochen zu rechnen.“

 

Simbabwe: Junge im KrankenhausDie kollabierende Wirtschaft und Infrastruktur in Simbabwe, der Mangel an sauberem Trinkwasser, die maroden Abwassersysteme und der Müll auf den Straßen haben mit zur Ausbreitung der Cholera beigetragen. Die Epidemie ist ein weiteres Signal für die katastrophale humanitäre Lage in Simbabwe.

 

HELP ist seit 16 Jahren mit medizinischen Hilfsprojekten in Simbabwe tätig und unterstützt durch die Lieferung von Medikamenten und medizinischem Material fünf Krankenhäuser und die daran angeschlossenen ländlichen und städtischen Gesundheitsstationen, die 2,75 Millionen Menschen versorgen können. Weitere Schwerpunkte der Arbeit von HELP in Simbabwe sind landwirtschaftliche Projekte, Nahrungsmittelhilfe sowie Projekte zur Trinkwasserversorgung.