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75 Patienten am Tag
Insgesamt arbeiten rund 20 Mitarbeiter in den beiden von Handicap International betriebenen und von Aktion Deutschland Hilft finanzierten Therapiezentren in den Städten Pyapon und Labutta. Die meisten sind Physiotherapeuten, aber auch Sozialarbeiter, Streetworker, Koordinatoren und Experten im Bereich Einkommen schaffender Maßnahmen sind unter ihnen. „Hier in Pyapon besuchen uns pro Tag etwa 75 Patienten, die wir hier dann kostenlos behandeln“, erklärt Annie Lafrenière. Der 29-jährigen Kanadierin unterliegt die Gesamtleitung der beiden Einrichtungen. Viele der fast ausschließlich aus den Armenvierteln der Stadt stammenden Patienten lassen hier ihre während des Zyklons Nargis erlittenen Verletzungen behandeln. Selbstverständlich werden aber auch jene Kinder, Frauen und Männer aufgenommen, deren Leid nichts mit Nargis zu tun hat: Schlaganfälle, spastische Lähmungen oder Polio sind dabei die gängigsten Beschwerden. „Viele Menschen können nicht laufen und werden daher von ihren Verwandten in Fischernetzen zu uns gebracht“, sagt Annie. „Wir schicken unsere Mitarbeiter aber auch mit Booten in die abgelegenen Dörfer, um die Behinderten zu behandeln. Außerdem verteilen wir Radios, damit die Menschen über heraufziehende Unwetter informiert sind.“ Wichtig sei auch der Kontakt zu anderen Hilfsorganisationen, um die Bedürfnisse der Dorfbewohner besser einschätzen und entsprechend handeln zu können.
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